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Die 7 wichtigsten Wirtschaftstheorien? - Definitionen im Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Dies sind die 7 wichtigsten Wirtschaftstheorien.

Wirtschaftstheorien sind Begriffe der Wirtschaftswissenschaft, deren Bedeutung und Inhalt einen Vorgang in der Wirtschaft darlegen. Dies sind die 7 wichtigsten Wirtschaftstheorien.

Physiokratie (1758)

Die Wirtschaftstheorie der Physiokratie wurde von einigen Wirtschaftswissenschaftlern, speziell von François Quesnay, gegründet und besagt, dass der Reichtum eines Landes ausschließlich von dem Nutzen der Landwirtschaft abhängig sei. Die Physiokratie stellte somit das komplette Gegenstück zum Merkantilismus dar, bei welchem der Schlüssel zum Reichtum beim Außenhandel lag. 

Klassische Nationalökonomie (1780)

Die bedeutendsten Ökonomen dieser Theorie waren Adam Smith, Thomas Robert Malthus, David Ricardo und John Stuart Mill. Der Leitgedanke dieser Theorie ist es, dass das Wohl aller Menschen zunächst vom wirtschaftlichen Vorteil eines Einzelnen abhängig ist.

Marxistische Wirtschaftstheorie (1850)

Noch eine der 7. wichtigsten Wirtschaftstheorien ist die Marxistische. Der Leitgedanke dieser Theorie war der Kapitalismus. Dem Arbeitnehmer stehe nach der marxistischen These weniger Geld zu, als der Wert für die getane Arbeit beträgt. Das dadurch ersparte Geld kann wiederum dafür eingesetzt werden, bessere Maschinen zu erwerben und die Arbeitskräfte zu entlassen. Diese Arbeiter sind demnach gezwungen für noch weniger Geld zu arbeiten. Der Kapitalist wird dadurch reicher.

Neoklassische Theorie (1870)

Die Hauptaufgabe der neoklassischen Theorie ist es, sich damit auseinanderzusetzen in wiefern, die geringen Faktoren verwendet werden müssen, um dadurch die größte Befriedigung der Bedürfnisse zu erzielen. Während in der klassischen Theorie der Produktwert vorrangig vom Angebot abhängig war, ist es bei der Neoklassik so, dass die Nachfrage entscheidend ist.

Keynesianismus (1930)

Diese Wirtschaftstheorie besagt, dass Angebot und Nachfrage allein keinen Ausgleich schaffen. Nach John Maynard Keynes liegt der Grund für ein periodisches Steigen der Arbeitslosigkeit daran, dass die Nachfrage nach Produkten sinkt. Der Staat selbst muss demnach die Nachfrage steigen, indem z.B. neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ordoliberalismus (1940)

Der Ordoliberalismus sieht es vor, dass der Staat für den Erhalt des freien Wettbewerbs zuständig ist. Dadurch wird verhindert, dass sich z.B. ein Monopol bilden kann. Einhaltung der Grundlagen sowie eine bessere Wirtschaftsentwicklung führen letztendlich zu einer geregelten Ordnung in der Wirtschaft.

Monetarismus (1970) 

Auch der Monetarismus ist einer der 7. wichtigsten Wirtschaftstheorien. Nach dieser Theorie ist bei einer Wirtschaft das Geld entscheidend. Dass der Staat dabei durch einen Eingriff die Wirtschaft regelt, ist hierbei nicht gewollt. Vielmehr ist eine Selbstregelung durch Angebot und Nachfrage das, was beim Monetarismus entscheidend ist.

 

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