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Einstiegsgehälter - ein Branchenvergleich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
In manchen Branchen nehmen die Zahlen der Einstiegsgehälter astronomische Werte an, während sie bei anderen im Verhältnis zur harten Arbeit nahezu einem

In manchen Branchen nehmen die Zahlen der Einstiegsgehälter astronomische Werte an, während sie bei anderen im Verhältnis zur harten Arbeit nahezu einem Hungerlohn gleichen. Dennoch gibt es Jobs bei denen kann man, solange Noten und Abschlüsse stimmen, bereits als Berufseinsteiger mehr verdienen, als manch anderer in seinem Job in 10 Jahren. Hier ist ein drastischer Vergleich der unterschiedlichen Gehälter.

Der Vergleich

Platz 9 - Maurer mit ca. 18.000

  • Die Qualifikation ist relativ simpel und mit einem Hauptschulabschluss und anschließender 3-jähriger Ausbildung zu erwerben. Da man als Maurer einen Tariflohn pro Stunde erhält, ist der Verdienst unter anderem davon abhängig, welche Tätigkeit ausgeübt wird. In NRW gibt es den niedrigsten Lohn mit gut 400 € im Monat, während er in Rheinland-Pfalz durchaus 1500 € mehr betragen kann.

Platz 8 - Bürokaufmann mit ca. 25.000

  • Die Höhe des Verdienstes ist davon abhängig, in welchem Bereich gearbeitet wird. In der Automobil- und Bankbranche beträgt das Einstiegsgehalt nach der 3-jährigen abgeschlossenen Ausbildung gut 25.000 Euro im Jahr. Im Vergleich dazu verdienen Bankkaufleute in der Tourismusbranche z.B. nur knapp 15 - 20 Tausend.

Platz 7 - Sprachwissenschaftler mit ca. 30.000

  • Absolventen dieses Studiums finden Jobs in unterschiedlichen Branchen. So können sie zum einen reisen und alte vom Aussterben bedrohte Sprachen erforschen oder sie Arbeiten z.B. beim Fernsehn als Redakteur oder Übersetzer. Das Gehalt variiert dabei stark vom jeweiligen Tätigkeitsfeld, sodass das meiste Geld im Produktmanagement zu verdienen ist, während der Job als Sekretär oder in der Redaktion nur ca. 25 Tausend Euro im ersten Jahr einbringt.

Platz 6 - Lehrer mit ca. 40.000

  • Das Gehalt der Lehrer variiert stark von Bundesland zu Bundesland. In Berlin z.B. ist der höchste Verdienst zu verzeichnen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Beamtenstatus, welcher in manchen Bundesländern monatlich mehr als 500 € bringt.

Platz 5 - Ingenieure mit ca. 44.000

  • Ganz klar im Vorteil ist hier, wer einen Uniabschluss hat, da Absolventen einer Hochschule mehr verdienen als Absolventen einer Fachhochschule. Auch die Größe der Firma spielt eine Rolle, da bei größeren mit mehr als 5000 Mitarbeitern das Gehalt auch schnell um 10 Tausend Euro im Jahr steigen kann.
  • Das Gehalt von Ingenieuren wird jedoch wahrscheinlich weiter ansteigen, da es bereits im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von gut 4 Prozent verzeichnen konnte.

Platz 4 - Mediziner mit ca. 45.000

  • Überall werden Ärzte benötigt, jedes Jahr kämpfen sich neue Studenten durch das Studienfach und wer einen Abschluss mit Bestnote in der Tasche hat, hat Glück. Denn mit einem sehr geringen Stundenlohn und ständigen Überstunden ist das Leben als Mediziner kein Zuckerschlecken. Wer nicht ganz so gute Noten hat, den erwarten oft um die 10 Euro pro Stunde und das auch nur, wenn er einen Job ergattert.

Platz 3 - IT-Experten mit ca. 50.000

  • Am meisten zu holen ist hier für IT-Sicherheitsexperten. Das hohe Gehalt erklärt sich damit, dass für IT-Absolventen viele Berufe infrage kommen. Wie auch in allen anderen Branchen sind hier Top-Noten die Voraussetzung, um auf 50 Tausend im Jahr zu kommen. Wer hier auf das Gehaltslimit stoßen möchte, sollte sich im Bereich der Automobilindustrie, des Maschinenbaus sowie im Bereich der Medizin orientieren, da hier besonders für Berufseinsteiger am meisten gezahlt wird.

Platz 2 - Naturwissenschaftler mit ca. 60.000

  • Ja, wer Mathe, Physik, Chemie oder Biologie studiert, ist so begehrt wie kein anderer, denn das Studium ist schwer und verlangt echtes Durchhaltevermögen, weshalb es kaum einer bis zum Schluss schafft. Doch hat man seinen Abschluss in der Tasche und sogar promoviert sind die Einstiegsgehälter bei den Firmen hoch. 60 Tausend im ersten Jahr bekommen jedoch nur wirkliche Spitzenkandidaten.

Platz 1 - Juristen mt ca. 100.000

  • Wer Staatsexamen mit Bestnoten, dazu noch einen Masterabschluss sowie Auslandserfahrung und Englischkenntnisse vorzeigen kann, dem stehen nicht nur alle Türen als Jurist offen, derjenige kann auch mit einem Mindesteinstiegsgehalt von 100 Tausend Euro im Jahr rechnen. Alle anderen, mit weniger guten Noten oder nicht allen Abschlüssen bekommen etwas die Hälfte im ersten Jahr.
  • Besonders viel wird bei den Wirtschaftskanzleien verdient, da hier großenteils mächtige Firmen vertreten werden. Ein weiterer Vorteil von Spitzenkandidaten neben dem Gehalt ist, dass sie sich ihre Firma sowie deren Standort aussuchen können.

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