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Fristlos kündigen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
So kündigt man fristlos - Job oder Wohnung.

Eine fristlose Kündigung nennt man auch außerordentliche Kündigung. Man wendet diese hauptsächlich bei Arbeits- und Mietverträgen. Man kann aus gesetzlichen Gründen fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorhanden ist.

  • Recht haben bedeutet nicht, auch recht zu bekommen!
  • Im Arbeits- sowie im Mietrecht gibt es bei einer fristlosen Kündigung einiges zu beachten, daher sollte man sich - im Streitfall - Rat bei einem Fachanwalt holen.

Fristlose Kündigung - Arbeitsrecht bzw. Mietrecht

Eine fristlose Kündigung für Arbeitgeber ist nur gerechtfertigt, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, diese können zum Beispiel sein:

  • Alkoholismus
  • Ohne Absprache Urlaub machen.
  • Immer wieder private Telefongespräche.
  • Beleidigungen in Wort und Schrift
  • Tätlichkeiten in Form von Körperverletzung sowie in seelischer Form.
  • Mobbing
  • Immer wieder zu spät kommen.
  • Arbeitsverweigerung


Ein Arbeitnehmer kann u.a. aus folgenden Gründen kündigen:

  • Sexuelle Belästigung, wenn der Gehalt nicht gezahlt wird.
  • Bei ständigen Beleidigungen.
  • Tätlichkeiten jeder Art.


Beim Mietvertrag kann der Vermieter fristlos kündigen:

  •     Wenn der Mieter 2 Monate keine Miete bezahlt.
  •     Wenn die Wohnung nachweislich für andere Zwecke genutzt wird.
  •     Bei baulichen Veränderungen ohne Einverständnis.
  •     Kriminelle Tätigkeiten, die in der Wohnung stattfinden.
  •     Wenn der Hausfrieden ständig und nachweislich gestört wird.


Der Mieter kann seine Wohnung fristlos kündigen:

  •     Wenn der Vermieter die Wohnung auch an Dritte vermietet.
  •     Die Wohnung zum vereinbarten Termin nicht bezugsfähig ist.
  •     Bei nachweislichen Schimmelbefall.
  •     Wenn unangemessene Reparaturarbeiten stattfinden, zum Beispiel im Winter die Heizung erneuern.
  •     Ständige Mieterhöhungen.

 

Dies waren einige Hinweise, was eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Auf keinen Fall können diese Hinweise einen Fachanwalt ersetzen.

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