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Ab wann muss man sich selbst versichern? - Bestimmungen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Seit Januar 2009 ist es gesetzlich vorgeschrieben, sich bei einer Krankenkasse freiwillig oder privat zu versichen

Sich selbst versichern in Deutschland

Seit Januar 2009 ist es gesetzlich vorgeschrieben, sich bei einer Krankenkasse freiwillig oder privat zu versichen. Wird dies nicht gemacht und eine ärztliche Behandlung ist notwendig, müssen die gesetzlich zu zahlenden Beiträge ab diesem Zeitraum nachbezahlt werden und man erhält zudem noch eine Strafe. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds im Januar 2009, waren die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung noch verschieden. Ab Januar 2011 gilt inzwischen ein einheitlicher Beitragsatz von 14,6%. In Deutschland gibt es zwei Arten von Krankenversicherungen: gesetzliche und private.

Wichtige Fakten:

  • Innerhalb der gesetzlichen Gleitzone von 401€ - 800€, ist man gesetzlich versichert in der Krankenkasse, in der man zuvor schon war oder in einer Krankenkasse, der eigenen Wahl.
  • Unterhalb dieser Gleitzone (bis zu 400€) in einem Minijob muss man sich freiwillig oder privat versichern. Ausnahme: Wenn es eine Familienversicherung gibt und der Ehepartners mitversichert ist. Aber: Wenn der Ehepartner privat krankenversichert ist, ist nicht automatisch familienversichert. In dem Fall muss eine eigene freiwillige Versicherung oder eine private Krankenversicherung gewählt werden.
  • Für Studierende gilt: Wer in Deutschland studieren will, braucht eine Krankenversicherung. Ohne Krankenversicherung ist es nicht möglich zu immatrikulieren.
  • Für Studierende gibt es eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC ist kostenfrei bei der eigenen Krankenkasse zu beantragen.
  • Für Studierende bis 30 Jahre, gibt es einen günstigen Studententarif. Darüber hinaus gibt es nur noch die Möglichkeit der privaten Krankenversicherung.
  • Achtung: Wer einmal privat versichert ist, für den gibt es keinen Wechsel mehr in eine gesetzliche Krankenkasse. (In den meisten Fällen ist die gesetzliche Versicherung jedoch oft die preiswertere Variante - es sei denn, man ist über die Eltern privatversichert.)

 

Sich selbst versichern in Österreich

Jede Person die weder mit einer anderen Person mitversichert ist (wie beispielsweise das Kind bei der Mutter), noch über eine eigene gesetzliche Krankenversicherung verfügt, kann bzw. soll - sofern ihr Wohnsitz im Inland ist - sich selbst versichern - andernfalls kann es schnell ziemlich teuer werden.

Es gibt in Österreich drei Arten zur Selbstversicherung:

  • Selbstversicherung (§ 16 ASVG)
  • Studentenversicherung (§ 16 (2) ASVG)
  • Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung (§19a ASVG)

 

Selbstversicherung:

Erforderlich bei Selbstständigkeit. Der Anspruch auf Leistung aus dieser Versicherung ist im Normalfall erst nach einem Einzahlungsrahmen von sechs Monaten möglich. Der Versicherungsbeitrag wird jährlich neu berechnet und beträgt für das aktuelle Kalenderjahr 2013 monatlich EUR 369,72.

Studentenversicherung:

Für StudentInnen genügt der gewöhnliche Aufenthalt im Inland - ein eigener Wohnsitz im Inland ist nicht erforderlich. Bei dieser Variante entfällt auch die sechsmonatige Wartezeit. Der monatliche Beitrag beträgt im aktuellen Kalenderjahr 2013 EUR 51,55.
Bei Antragstellung sind die Inskriptionsbestätigung und das Studienblatt mitzubringen.

Selbstversicherung:

Bedingung hierfür ist, dass bei einer oder mehreren Anstellungen insgesamt nicht mehr als EUR 386,80 pro Monat verdient wurden. Der monatliche Beitrag beträgt EUR 54,59. (2013) für die Selbstversicherung.


Mitversicherung von Familienangehörigen

In Österreich haben versicherte Personen und deren Familienangehörige Anspruch auf Mitversicherung. Dies betrifft:

  • EhegattInnen, eingetragene PartnerInnen und unter bestimmten Voraussetzungen Personen in Lebensgemeinschaften
  • Kinder bis 18 Jahre
  • Kinder bis 21 Jahre, ohne beruflicher Tätigkeit
  • Kinder bis 26 Jahre, sofern sie noch in Ausbildung sind


Kinder können kostenlos mitversichert werden. Ebenso EhegattInnen, eingetragene PartnerInnen und LebensgefährtInnen in Familien mit Kindern.

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