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Baukosten für ein Mehrfamilienhaus kalkulieren? - So wird's gemacht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Was muss ich kostentechnisch einkalkulieren, wenn ich ein Mehrfamilienhaus baue?

Der Traum von den eigenen vier Wänden! Immer mehr Familien entschließen sich diesen zu erfüllen und bauen ein Mehrfamilienhaus, Bevor die Entscheidung zum Bau fällt, sollte jedoch gründlich durchkalkuliert werden, ob das Vorhaben mit dem eigenen verfügbaren Budget überhaupt realisierbar ist. Welche Kosten muss man in der Kalkulation unbedingt beachten, um nicht später ein blaues Wunder zu erleben?!

  • Viele der Kosten musst du dir vorab in Form von Angeboten bei Bauunternehmern, Architekten und anderen einholen! Dabei musst du aber darauf achten, dass du bereits möglichst genau präzisieren kannst, wie das Bauvorhaben aussieht. Professionelle Dienstleister werden entsprechende Angaben jedoch möglichst detailliert abfragen! Du solltest dir sämtliche Angebote in schriftlicher Form aushändigen lassen.
  • Behörden können dir außerdem auch Auskunft darüber geben, was du an Steuern und Abgaben zahlen musst. Oder besser: Du beauftragst deinen Steuerberater mit dem Einholen der Auskünfte! Das kostet natürlich zusätzlich Geld, spart aber unter Umständen auch viel Zeit ein.
  • Baust du in Eigenleistung, tendiere nicht dazu die entstehenden Materialkosten schönzurechnen. Recherchiere immer gründlich, ob zum Beispiel der Ziegelstein, den du ausgewählt, hast auch wirklich für dein Bauvorhaben geeignet ist. Musst du später auf teurere Materialien zugreifen, kann dies ein teures Vergnügen werden!
  • Halte auch den zu erwartenden Energieverbrauch stets im Auge!

Baukosten kalkulieren

Indirekte Kosten bzw. Kosten, die vor dem Bau des Hauses entstehen

  • Was kostet das Grundstück? Hierbei entstehen in der Regel auch noch zusätzlich Notarkosten und du musst Grunderwerbssteuer zahlen, wenn du nicht bereits Eigentümer bist. Wenn du das Grundstück kaufst, können eventuell noch zusätzlich Maklerkosten entstehen.
  • Erschließungskosten: Um ein Haus bauen zu können, benötigst du eine funktionierende Infrastruktur, an die du angeschlossen bist. Hierzu gehören elektrische Leitungen, Gasleitungen, Wasserleitungen, Zufahrtswege, Abwasserentsorgung. Die Kosten musst du selbst tragen.
  • Kosten für Architekten und Statiker: Der Bau von Häusern unterliegt strengen, baurechtlichen Vorschriften und muss vorab professionell und nachvollziehbar skizziert sein. Deshalb bist du auf jeden Fall gezwungen, mit diesen Spezialisten zusammenzuarbeiten.


Direkte Kosten (-faktoren) beim Hausbau

  • Ausschachtungskosten
  • Materialeinsatz (Steine, Zement etc.) und Handwerkerkosten für den Rohbau (anhand der Anzahl der Quadratmeter, Anzahl der Stockwerke (inklusive Keller) zu berechnen)
  • Sanitäre Anlagen und Heizungskörper
  • Installationen für Gas, Wasser und Elektronik
  • Einbau von Türzargen und Türen
  • Einbau von Fenstern und Fensterrahmen
  • Dachdeckerarbeiten
  • Verputzungsarbeiten
  • Aufbau, und Abbau von Gerüsten
  • Entsorgungskosten (zum Beispiel für Aushub und nicht verwendbares Restmaterial)

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