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BIC und SWIFT - Wie funktioniert eine Auslandsüberweisung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
Eine Auslandsüberweisung hatte noch vor einigen Jahren so ihre Tücken.
Hohe Kosten und eine lange Überweisungslaufzeit wurden von den Bankkunden ärgerlich hingenommen. Wie in vielen anderen Bereichen hat die Entwicklung des Computers - dem Himmel sei Dank - auch im Bankwesen durch standardisierte Verfahren, vieles vereinfacht und beschleunigt. Um dies näher erklären zu können, müssen wir eine kleine Zeitreise unternehmen.

Die wichtigsten Informationen zur Auslandsüberweisung

BIC und SWIFT

  • Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, kurz SWIFT genannt, ist ein Verband von nationalen und internationalen Geldinstituten. 
  • Er wurde 1973 gegründet und hat seinen Sitz in La Hulpe in Belgien. 
  • Seine Aufgabe ist es, nur Informationen - also keine Geldbeträge - über das SWIFT-Netz rund um den Globus weiterzuleiten. 
  • Um die jeweiligen Bankinstitute identifizieren zu können, wurden sogenannte SWIFT-Codes vergeben. 
  • Sie bestehen aus acht oder elf alphanumerischen Zeichen und gliedern sich wie folgt auf:
  • 4-stelliger Bankcode
  • 2-stelliger Ländercode
  • 2-stellige Codierung des Ortes
  • 3-stellige Kennzeichnung der Filiale

Ein Beispiel soll dies hier verdeutlichen: DEUTDEBB160 (Deutsche Bank in Berlin)

  • Dieser SWIFT-Code oder auch BIC (Bank Identifier Code) genannt, reicht jedoch nicht aus, um eine Auslandsüberweisung zu tätigen. 
  • Dafür benötigst Du noch eine IBAN (International Bank Account Number). 
  • Diese IBAN ist eine international standardisierte Nummer und bezeichnet, beziehungsweise definiert jedes Girokonto in einem an diesem System teilnehmenden Land. 
  • Sie vereinfacht die Abwicklung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs. 
  • Auch hier werden mehrstellige Codes (mit maximal 34 Zeichen) verwendet:
  • 2-stelliger, alphabetischer Ländercode (LL)
  • 2-stellige, numerische Prüfziffer (PZ)
  • 30-stellige Basic Bank Account Number (BBAN), setzt sich zusammen aus Bankidentifikation (IID) und Kontoidentifikation (BAN), für uns in Deutschland also die Bankleitzahl und anschließend eine maximal 10-stellige Kontonummer (wenn die Kontonummer weniger als 10 Stellen umfasst, müssen die restlichen Stellen mit Nullen aufgefüllt werden)
  • Auch hier ein Beispiel: DE 21 12070000 0123456000
  • Mit dem SWIFT-Code (BIC) und der IBAN-Nummer des Empfängers kannst Du auf einem aktuellen Überweisungsträger oder in der Eingabemaske im Online-Banking-Bereich des jeweiligen Bankinstituts jederzeit eine Auslandsüberweisung durchführen.

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