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Deckungsbeitrag berechnen - Wie geht man vor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine der gängigsten Methoden...

Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine der gängigsten Methoden des internen Rechnungswesens, welches auch unter dem Namen Controlling bekannt ist. Die Rechnung dient dazu herauszufinden, welcher Anteil des Umsatzes dazu dient die Fixkosten des Unternehmens zu decken, sodass in der mehrstufigen Variante der Rechnung letztendlich der Jahresüberschuss des Unternehmens berechnet werden kann.

Deckungsbeitrag berechnen - So geht man vor

Basics der Deckungsbeitragsrechnung - einfache Berechnung

  • Die Grundform der Deckungsbeitragsrechnung (Stückdeckungsbeitragsrechnung) beschränkt sich ausschließlich auf die Berechnung des Teils des Überschusses, der der Deckung der Fixkosten dient.
  • Hierzu wird produktweise der Erlös eines gutes, also der Verkaufspreis abzüglich der einzeln dem Produkt zuordbaren Stückkosten gerechnet.
  • Dies können beispielsweise Materialeinzelkosten oder Fertigungseinzelkosten sein.
  • Wichtig ist dabei, dass keinerlei Gemeinkosten oder Kosten, die dem gut nicht einzeln zuordbar sind in die Berechnung mit einberechnet werden.
  • Sind alle Erlöse und Kosten des Produktes so subsummiert, hat man erfolgreich den Stückdeckungsbeitrag berechnet, also den Betrag, der über die Einzelkosten des Produktes hinaus einen Beitrag zu den Fixkosten leistet- daher auch der Name "Deckungsbeitrag".

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

  • Neben der einfachen Variante der Stück-db-Rechnung existiert ebenfalls die mehrstufige Form.
  • Diese hat zum Ziel einzelnen Produktgruppen oder ganzen Sparten den erwirtschafteten Deckungsbeitrag zu berechnen.
  • Die Rechnung ist dabei gestaffelt aufgebaut und liefert Zwischenergebnisse, die dann für die Berechnung der nächsten Bezugsgruppe sozusagen als Zwischenrechnung dienen.
  • Hierzu müssen je nach Bezugsform (z.B. Produktgruppe, Sparte, etc.) die zugehörigen Erlöse und Kosten zugeordnet werden und in Differenz gesetzt werden.
  • Wichtig ist auch hier, dass nur die Kosten der jeweiligen Bezugsgruppe in die Berechnung eingehen.
  • Die Kosten, die bereits zu Teilen in die nächst höhere Bezugsgruppe fallen, dürfen erst in einem weiteren Schritt dieser zugeordnet werden.
  • Beispielsweise fallen Unternehmensfixkosten erst bei der Berechnung des Unternehmensdeckungsbeitrags an und nicht bereits bei Berechnung des Deckungsbeitrags der Produktgruppe oder dem Spartendeckungsbeitrag.
  • Die Berechnung des Deckungsbeitrags für ganze Bereiche sorgt dafür die Lukrativität dieser Bereiche oder Produkte transparent zu machen.
  • Wichtig ist jedoch auch Abhängigkeiten (Interdependenzen) der Bereiche zu beachten, da manch ein Bereich rote Zahlen schreibt, aber so eng mit einem anderen starken Bereich gekoppelt ist, dass bei Wegfall erhebliche Umsatzeinbußen hinzunehmen wären.

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