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Die Gesamtmiete - Wie wird sie errechnet?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Die Miete setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Welches das sind, erfährst du hier.

Die Gesamtmieten verschiedener Wohnungen variieren stark. Je nach Ortslage, Klientel, Gebäude und geografischer Lage schwanken die Mietpreise pro m2 erheblich. Der Mieter einer Wohnung zahlt die geforderte Miete immer monatlich im Voraus. In jedem Jahr werden dann die tatsächlichen Kosten ermittelt und mit den vorausgezahlten Leistungen verrechnet. Hieraus ergibt sich dann für den Mieter eine Nachzahlung oder eine Rückzahlung. Welche Kosten Sie genau zu tragen haben, können Sie vor allem Ihrem Mietvertrag entnehmen. Sollte dies nicht Bestandteil Ihres Vertrages sein, muss der Vermieter Ihnen diese Auflistung zur Verfügung stellen.

Die Gesamtmiete berechnen

  1. In der Regel setzt sich die Gesamtmiete aus einer Grundmiete, den Nebenkostenvorauszahlungen und den Heiz- und Warmwasserkostenvorauszahlungen zusammen. Die Grundmiete wird über einen m2-Preis berechnet und mit der Größe Ihrer Wohnung multipliziert. Es handelt sich um ein Entgeld zur Überlassung der Grundsache. Auch eine zusätzliche Miete für angemietet Parkplätze kann hinzukommen, wird aber im Mietvertrag als einzelner Posten aufgeführt.
  2. Die Nebenkosten oder Betriebskosten sind laufende Kosten, welche durch den Mieter oder die gesamten Mieter bestimmt werden. Dies können zum Beispiel Kosten für die Müllabfuhr, den Hausmeister, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Kabelfernsehen, Treppenhausreinigung, die Beleuchtung in gemeinsam genutzten Räumen und so weiter sein. Diese Kosten werden vom Vermieter bezahlt und sind auf die einzelnen Mietparteien umlegbar.
  3. Weiterhin zahlen Sie in der Regel einen festgelegten Betrag für Heizung und Warmwasser. Auch diese Kosten sind im Voraus zu entrichten und werden einmal jährlich abgerechnet.
  4. Je nach getätigtem Verbrauch kann es also zu einer Rückforderung oder bestenfalls zu einem Erstattungsbetrag kommen. Falls die Rückforderung sehr hoch ausgefallen ist, sollte über eine monatliche Aufstockung der Heizkostenvorauszahlungen nachgedacht werden. Sie würden also monatlich einen höheren Betrag an Gesamtmiete zahlen.
  5. Eine Ausnahme bilden dabei die Nachtspeicherheizungen. Die hierfür entstehenden Kosten werden in der Regel direkt vom Mieter an das zuständige Versorgungsunternehmen gezahlt.
  6. In den Kosten der Gesamtmiete sind aber noch keine Kosten für die Stromversorgung oder das Telefon enthalten. Um diese Dinge muss sich der Mieter selbst kümmern und die Zahlungen direkt an das entsprechende Unternehmen richten.
  7. Auch der Stromanbieter nimmt eine jährliche Abrechnung vor und fordert von Ihnen einen Betrag nach oder Erstatte Ihnen einen Betrag. Auch diese Vorauszahlungen können bei Bedarf angepasst werden.
  8. Bei der Anmietung einer Wohnung muss auch mit einer Kautionszahlung gerechnet werden. Diese kann bis zu drei Monatsgrundmieten betragen und ist vor Bezug der Wohnung fällig.
  9. Die Kaution stellt eine Mietsicherheit dar und wird einbehalten, wenn es zu Mietzahlungsausfällen oder vom Mieter verursachten Schäden in der Wohnung kommt. Eventuell muss auch noch eine Maklerprovision entrichtet werden, sofern die Wohnung über einen Makler vermittelt wurde. Nach Beendigung des Mietverhältnisses wird die Kaution verzinst ausgezahlt. Die Maklerproision hingegen bekommen Sie nicht erstatte.

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