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Dispo überziehen - Was man beachten sollte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
Fast jeder Bankkunde hat einen Dispositionskredit, den er gelegentlich in Anspruch nimmt.
Bei vielen Menschen dient der Dispo jedoch dazu, die monatlichen finanziellen Engpässe auszugleichen. Der Dispo wird in diesen Fällen dauerhaft in Anspruch genommen und kann aus eigener Kraft meistens nicht mehr zurückgeführt werden. Grundsätzlich wird der Dispositionskredit von Banken ohne Probleme gewährt und kann dann vom Kunden variabel in Anspruch genommen werden. Es steht den Kunden vollkommen frei, wann und wie oft sie den Dispo in Anspruch nehmen. Der Dispositionskredit ist eine vereinbarte und genehmigte Kreditgewährung. Anders sieht die Situation jedoch aus, wenn ein Kontoinhaber den Dispo überziehen will. In dieser Situation sollten Kunden aufpassen, denn das kann viele Konsequenzen haben. Darauf sollten Kunden achten, wenn sie den Dispo überziehen wollen.

Dispo Kredit Überziehung - Darauf ist zu achten

  1. Möchte ein Kunde seinen Dispositionskredit überziehen, fallen automatisch sehr hohe Sollzinsen an. Die Zinsen für die eingeräumte Kreditlinie betragen oft schon bis zu 14 %.
  2. Der Sollzins für die zusätzliche Überziehung kann bis zu 20 % betragen. Wer seinen Dispo mit einer sehr hohen Summe überziehen will, wird das spätestens bei der Kontoabrechnung schwer bereuen. 
  3. Eine Buchung, die dafür sorgt, dass Kunden ihren Dispo überziehen, kann von der Bank abgewiesen werden. Manche Banken weisen solche Buchungen automatisch zurück. Außerdem fallen dann für diese Beträge hohe Rücklast- und Mahngebühren an. Außerdem wird die Bank ihre Kunden auf die desolate Situation hinweisen. 
  4. Niemand sollte den Dispo überziehen, da damit sehr viele Nachteile verbunden sind. In einer solchen Situation ist es sinnvoller, das Konto umzuschulden. Eine Umschuldung kann durch einen Ratenkredit durchgeführt werden.
  5. Im Rahmen einer Kreditaufnahme zahlen Kunden Sollzinsen zwischen 6 % und 9 %. Außerdem kann der Kredit in monatlichen Raten zurückgeführt werden. 
  6. Ist der Dispo sehr weit in Anspruch genommen bzw. überzogen, sollten Kunden unbedingt mit ihrem Berater sprechen. In der Regel weiß der Berater längst von der angespannten Situation und bietet Lösungen an. 
  7. Alle offenen Rechnungen sollten bei einer Kontoumschuldung mit ausgeglichen werden. Auf diese Weise kann nachhaltig dafür gesorgt werden, dass der Dispo nicht wieder überzogen werden muss.

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