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Einfach erklärt: Wie Aktienkurse entstehen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Der Aktienkurs drückt den aktuell an einer Aktienbörse festgestellten Wert einer Aktie aus
Eine Aktie ist die kleinste Werteinheit am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft. Die Aktienbörse ist der Handelsplatz für Aktien nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Der Handel an einer Aktienbörse bestimmt den Aktienkurs

Für die Zulassung zum Handel an einer Börse muss die Aktiengesellschaft strenge Auflagen erfüllen, die im Aktien- und Börsengesetz festgelegt sind. Ist die Zulassung zum Börsenhandel erteilt, wird der Wert der Aktie im Börsenkurs auf der Basis von Angebot und Nachfrage festgestellt.

Der Handel von Aktien an einer Aktienbörse wird für den Aktionär (Eigentümer von Aktien = Beteiligung an einer Aktiengesellschaft) über die Wertpapierabteilungen der Banken abgewickelt. Sämtliche Kauf- bzw. Verkaufsaufträge werden täglich bei einem Börsenmakler, der für den Handel mit dieser Aktie nach dem Börsengesetz zugelassen ist, gesammelt. Die Börsenzeit = Handelszeitraum für Aktien ist klar festgelegt. Während dieser Zeit werden sämtliche Angebote der Nachfrage gegenübergestellt. Eine hohe Nachfrage mit einem geringen Angebot bewirkt einen Anstieg des Preises pro Stück, zu dem die Aktie verkauft oder gekauft werden kann. Im Gegenzug dazu bewirkt ein hohes Angebot einen fallenden Aktienkurs.

Außerbörsliche Einflüsse auf den Aktienkurs

Die Nachfrage und das Angebot von Aktien an einer Börse sind nicht die einzigen Aspekte, die den Kurs einer Aktie beeinflussen. Der Wert einer Aktie errechnet sich grundsätzlich aus dem Aktienkapital der Firma geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Firmenbeteiligungen = Aktien. 

Häufig werden zukünftige Geschäftsentwicklungen mit in die Bewertung einer Aktie aufgenommen. Bei der Annahme einer positiven Geschäftsentwicklung werden zukünftige Ertragserwartungen zu einer erhöhten Nachfrage dieser Aktien an der Börse führen. Die Folge ist ein Anstieg des Aktienkurses, ohne jedoch eine tatsächliche Werterhöhung des Aktienkapitals der Gesellschaft. Im Gegenzug führen oft politische und wirtschaftliche Fakten, die eine negative Geschäftsentwicklung erwarten lassen, zu einer erhöhten Verkaufstendenz für diese Aktien, was bis zu einem extremen Kursverfall führen kann. Überzogene Gewinnerwartungen locken Spekulanten an und können eine ungerechtfertigte Nachfrage mit extremen Kurssteigerungen hervorrufen.

Den tatsächlichen Wert einer Aktie auf der Grundlage von Vermögenswerten und der Auftragslage des Unternehmens ist dem Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft zu entnehmen. Per Aktiengesetz ist für Aktiengesellschaften mit Börsenzulassung jährlich ein Geschäftsbericht zu veröffentlichen.

 

 

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