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Familienbeihilfe in Österreich? - Das gibt es zu wissen!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:12
Zu den wesentlichsten Bestandteilen der Familienförderung zählt in Österreich unbestritten der...

Zu den wesentlichsten Bestandteilen der Familienförderung zählt in Österreich unbestritten der Anspruch auf Auszahlung der Familienbeihilfe für jedes Kind, das gewisse Richtlinien erfüllt. Die Familienbeihilfe in Österreich dient dazu, die Mehrkosten, die durch die Geburt und Erziehung eines Kindes die Familie belasten, auszugleichen und werden direkt an den Erziehungsberechtigen im 2-Monats-Rhythmus ausbezahlt. Sie steht allen Eltern unabhängig von Arbeitssituation oder Einkommen zu. Leben die Eltern mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt, so wird die Familienbeihilfe meist den Müttern ausbezahlt, wobei diese auch verzichten können und so der Vater die Familienbeihilfe bezieht. Bei getrennt lebenden Eltern erhält jener Elternteil die Familienhilfe, bei dem das Kind gemeldet ist.

  1. Anspruchsvoraussetzungen sind, dass das Kind österreichischer Staatsbürger oder EU/EWR-Staatsbürger, anerkannter Flüchtling nach dem Asylgesetz und im gemeinsamen Haushalt mit den Eltern lebt, deren hauptsächlicher Wohnort sich in Österreich befindet.
  2. Bei minderjährigen Kindern besteht der volle Anspruch bis zur Vollendung des 18.Lebensjahres ohne die Erfüllung weiterer Bedingungen, bei volljährigen Kindern, die sich nachweislich in Ausbildung befinden, besteht ein Anspruch bis zum vollendeten 24.Lebensjahr (bei Zivil- oder Wehrdienst bis zum 25.Lebensjahr).
  3. Auch abhängig von der Ausbildung kann um eine Verlängerung angesucht werden, wobei es hierbei bestimmte Kriterien zu erfüllen gibt. Der Anspruch verfällt, wenn ein volljähriges Kind über eigene zu versteuernde Einkünfte über 10.000€ pro Kalenderjahr verfügt.
  4. Dabei gilt der jährliche Bruttobezug ohne 13. und 14. Gehalt als Berechnungsgrundlage. Bei Selbständigen sind die Angaben des Einkommenssteuerbescheides maßgeblich.
  5. Der Antrag auf Familienbeihilfe in Österreich ist nach der Geburt des Kindes beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt vorzunehmen, wobei dieser auch über eine Online-Plattform gestellt werden kann und so bürokratische Wege nach der Geburt einspart. Eine persönliche Vorsprache ist nicht notwendig und beschleunigt auch nicht den Bearbeitungsprozess.
  6. Die Höhe der Familienbeihilfe in Österreich ist nach Alter und Kinderanzahl gestaffelt. So gibt es regelmäßige Sprünge und Begünstigungen für Familien mit mehreren Kindern, die durch die Geschwisterstaffelung zustande kommt.
  7. Zusätzlich gibt es den Kinderabsetzbetrag und das Schulstartgeld, das zusätzlich jährlich im September für jedes schulpflichtige Kind zwischen 6 und 15 Jahren in der Höhe von 100€ ausbezahlt wird.
  8. Auch ein Mehrkindzuschlag wird gewährt, sofern das Familiennettoeinkommen einen festgesetzten Betrag nicht überschreitet. Eine erhöhte Familienbeihilfe steht Familien mit behinderten Kindern zu, wobei der Grad der Behinderung nachgewiesen werden muss.

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