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Inflation berechnen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Inflation wird definiert als das Maß der meist kontinuierlichen Geldentwertung.

Inflation wird definiert als das Maß der meist kontinuierlichen Geldentwertung. Sie hat mehrere Gründe, die jeweils unterschiedlich stark Einfluss nehmen. Die Inflation berechnen geschieht durch einem so genannten Warenkorb, also einem Güterbündel.

Wichtige Fakten

  • Einer der Gründe für Inflation ist z. B. ein steigender Weltkonsum. Wenn nun aber das Rohstoffangebot mit der Nachfrage nicht Schritt hält, dann wird der Rohstoff teurer.
  • Wenn also z. B. nun seit 2011 China der weltgrößte Automarkt ist, und die Autos dort fahren auch mit Benzin oder Diesel, dann wird Rohöl zwangsläufig teurer.
  • Dies ist ein Element, den die Notenbanken nicht beeinflussen können. Im Gegensatz dazu können die Notenbanken ein anderes Element sehr wohl beeinflussen, um Inflation zu berechnen, und zwar die Geldmenge.
  • Je höher die Geldmenge ist, die einer bestimmten Anzahl Güter und Dienstleistungen gegenüber gestellt werden, desto geringer ist der Geldwert.
  • Inflation berechnen lässt sich mit Hilfe eines  Warenkorbs und zwar sind das im Groben drei verschiedene. Der erste ist der allgemeine Warenkorb, also die Waren, die ein gedachter Durchschnittsbürger kauft.
  • Diese Inflation berechnet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, sie entspricht der offiziellen Zahl und wird einmal im Monat bekannt gegeben. Sie ist auch die Richtlinie für die Bundesbank und die EZB.
  • Die zweite Art Inflation zu berechnen ist die durchschnittlich gefühlte Inflation. In dieser Berechnung werden die Waren höher gewichtet, die der Durchschnittsbürger oft kauft.
  • Denn selbst wenn z. B. Computer billiger werden, wird die Inflation höher wahrgenommen, weil man ja einen PC schließlich nur alle paar Jahre kauft. Wohingegen z. B. Benzin viel öfter gekauft wird, das ja stetig teurer wird.
  • Diese gefühlte Inflation berechnet sich aber nur sehr schwer; sie ist deutlich höher als die erste.
  • Die weitaus wichtigste Inflation jedoch ist die des persönlichen Warenkorbs.
  • Z. B. ein Raucher, der in München zur Miete wohnt, der viel Auto fährt, Alkohol trinkt und oft in Restaurants isst, erfährt eine ganz andere, wesentlich höhere Inflation.
  • Denn die genannten Kosten sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen.
  • Der zweite Effekt des persönlichen Warenkorbs ist das Einkommen; je niedriger das Einkommen, desto höher wird die Inflation wahrgenommen.

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