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Kirchenaustritt - Beerdigung - Pfarrer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Viele Bestattungsinstitute bieten selber Trauerfeiern für Verstorbene an.

Das ist in der Tat ein sensibles Thema. Aber es ist nicht verkehrt, sich zu Lebzeiten damit zu befassen und sich zu informieren. Viele Bestattungsinstitute bieten daher Vorsorgegespräche an, manche sogar Informationstage mit Führungen. Auch viele Krematorien bieten Informationstage mit Führungen an, vor allem solche, die privat betrieben werden. Es ist in der Tat so, dass sie immer mehr auch die Rolle der Kirche übernehmen, und auch die Betreuung der Hinterbliebenen in Form einer Trauerbegleitung anbieten. Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch hat am Ende seines Lebens ein Anrecht auf eine menschenwürdige Bestattung.

  • Längst nicht alle Bestatter sind seriös.
  • Es gibt, wie überall, auch hier einige "schwarze Schafe".
  • Ein seriöser Bestatter ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar, er übernimmt nicht nur den Transport, die Versorgung und Beisetzung des Verstorbenen an sich, sondern erledigt auch alle Formalitäten, bietet Informationstagungen, Vorsorgegespräche und Kostenvoranschläge an, sowie alle Seviceleistungen, die für die Abwicklung des Sterbefalls notwendig sind, bis hin zu Trauerfeiern im Bestattungshaus, aber auch Haushaltsauflösung und Unterbringung verwaister Haustiere.

  • Auf jeden Fall für den Todesfall finanziell vorsorgen in Form einer Lebensversicherung oder eines Sparbuches.
  • Sinnvoll ist die schriftliche Hinterlegung des letzten Willens, etwa auch der gewünschten Form der Bestattung und das Gespräch mit Familienangehörigen darüber zu Lebzeiten.

  1. Der Tod war lange ein Tabuthema, denn keines ist so sensibel. Doch das Gespräch darüber mit den Angehörigen schon zu Lebzeiten kann für die später bei Eintritt des Todesfalls sehr hilfreich sein.
  2. Sich bei der Kirchengemeinde des Wohnortes und dem zuständigen Pfarrer informieren, ob er Trauerfeiern auch für Leute hält, die aus der Kirche ausgetreten sind oder das ggf. gegen ein zusätzliches Entgeld macht. Das dürfte je nach Kirchendemeinde unterschiedlich geregelt sein. Grundsätzlich gilt der Friedhofszwang. Sind nur kirchliche Friedhöfe vorhanden, so wird selbstverständlich auch derjenige dort beerdigt, der aus der Kirche ausgetreten ist. Zumal man ja für die Grabstätte Geld bezahlt, für die kirchliche Trauerfeier in der Regel aber nicht, zumindest nicht an die Kirchengemeinde.
  3. Man sollte sich auch nicht scheuen, das Gespräch mit einem Bestatter guten Rufs zu suchen. Das mag alles makaber klingen, wird aber später den Hinterbliebenen bei der Trauerbewältigung helfen und unangenehme Überraschungen für die vermeiden.
  4. Gute Bestattungshäuser aber auch Krematorien haben sogar eine eigene Trauerhalle und halten Leute vor, die anstelle eines Gemeindepfarrers die Trauerrede halten (Laienprediger). Die machen das bestimmt nicht schlechter als ein Pfarrer in einer Kirchengemeinde. Und die sind auch längst nicht alle gut. Pfarrer sind auch nur Menschen.
  5. Sinnvoll ist auch ein Gespräch mit Freunden und Bekannten, die schon einmal einen Todesfall hatten. Da kann man sich informieren, ob sie etwa mit dem Bestatter, oder des Pfarrers zufrieden waren und die Abrechnung transparent und die Kosten überschaubar waren, oder ob der Bestatter die Hinterbliebenen doch "über den Tisch gezogen hat"

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