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Kosten für Betreutes Wohnen in Deutschland

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Mitten im Leben trotz Alter oder Behinderung.

Unsere Gesellschaft ist auf Schnelllebigkeit ausgelegt. Häufig geraten die, die nicht mithalten können, ins Hintertreffen und werden schließlich in Pflegeheime abgeschoben. Betreutes Wohnen bietet hier jedoch eine Alternative.

Bitte beachten

  • Dabei können viele Senioren oder Kranke selbst im hohen Alter vieles selbständig erledigen und wollen am Leben teilhaben, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird.
  • Dazu gehören Barrierefreiheit und gute Anbindung an alles, was ein integriertes Leben ermöglicht. Betreutes Wohnen, in Deutschland, bietet eine solche Alternative zum Leben in Gegenden, die auf "Funktionieren" ausgelegt sind.
  • In diesen Einrichtungen bestimmen die Menschen selbst, wann sie was erledigen möchten und bekommen dort Hilfestellungen, wo sie notwendig sind. Allerdings gibt es einiges zu beachten.
  • Für die Kostensituation in Österreich: Was kostet Betreutes Wohnen in Österreich?

Betreutes Wohnen in Deutschland – die Kosten im Blick

Dass dem Bewohner die Umgebung gefallen muss, versteht sich von selbst. Daneben gilt es herauszufinden, welche Ausgaben, für Wohnen und Betreuung entstehen. 

Grundmiete 

Wie groß ist die Wohnung (mindestens 40m² werden empfohlen)? 
Bietet sie alles, was notwendig ist (barrierefrei, leicht zu öffnende Fenster, die Türen breit genug, Gegensprechanlage, Spion, etc.)?
Je nach Region liegen die Preise, in Deutschland, pro m² bei 7 – 12 Euro. 
Und ist die Wohnung eventuell käuflich zu erwerben? 

Nebenkosten

Wie viel muss für Heizung, Wasser, Müll, etc. aufgewandt werden? Zumeist liegen jene bei 2-3 Euro pro m².

Die Betreuung

Was wird für Hausmeisterdienste, Betreuungsstelle, eventuell Mahlzeitdienste und Krankenpflege für den Notfall berechnet?
Hier gilt es sich vorher zu erkundigen, welche dieser Leistungen überhaupt erbracht werden. Betreutes Wohnen bietet Möglichkeiten von ausschließlich Hausmeistertätigkeiten bis zum angebundenen Pflegeheim.
Durchschnittlich liegen die Betreuungspauschalen bei 90 Euro monatlich. Es gibt jedoch auch Anlagen, die nur Maximalbetreuung bieten, welche dann mit 900 Euro im Monat zu Buche schlägt. Deshalb genau beraten lassen!
Können sämtliche Erledigungen zu Fuß absolviert werden? Fallen zusätzlich Ausgaben für Bus, Fahrdienste an?

Wenn die Kosten das Budget sprengen

Sollte sich herausgestellt haben, dass ein Einzug in eine solche Wohnung allein nicht zu stemmen ist, gibt es verschieden Möglichkeiten, die Kosten trotzdem in den Griff zu bekommen. Denn, wie bei jedem anderen Bürger auch, hat der Bewohner einer solchen Einrichtung Anspruch auf Sozialleistungen. 

Wohngeld

Hier geht es nur darum, ob der Antragsteller ein bestimmtes Einkommen nicht überschreitet. Es wird nicht nach dem sonstigen Vermögen oder dem der Kinder geschaut.

Grundsicherung im Alter

Diese wird unabhängig davon gezahlt, ob in der Familie jemand einspringen kann, wenn selbst mit Wohngeld das Geld nicht zum Leben reichen würde.

Sozialhilfe

Auch hier gilt: Ist das Einkommen zu gering, besteht ein Anspruch. Allerdings erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und auch die Kinder nicht in der Lage sind finanzielle Hilfe zu leisten.

Betreutes Wohnen kann öffentlich gefördert sein. Dann ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. 

Krankenkasse und Pflegeversicherung

Die Krankenkassen bezuschussen Kosten für den Hausnotruf, häusliche Pflege oder ambulante Pflegedienste im Krankheitsfall. Wer schon in eine Pflegestufe eingeordnet wurde, erhält zusätzlich Geld aus der Pflegeversicherung.

Um hier die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten, setzt man sich am Besten mit der zuständigen Gemeinde und der jeweiligen Krankenkasse zusammen.

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