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Kündigungsfrist verkürzen durch Nachmieter - So geht‘s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Normalerweise beträgt die Kündigungsfrist bei Mietverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurden, drei Monate.

Regelmäßig passiert es, dass Mieter früher aus ihrem Mietvertrag heraus möchten, als durch die Kündigungsfrist vorgesehen. Normalerweise beträgt die Kündigungsfrist bei Mietverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurden, drei Monate. Dabei sollte man bei der Kündigung des Mietvertrages beachten, dass die Kündigung bereits vor Beginn der Dreimonatsfrist erfolgen muss. In einigen Fällen lässt sich die Kündigungsfrist jedoch kürzen. Eine beliebte Methode ist dabei, einen Nachmieter zu stellen. Doch ein Rechtsanspruch auf eine kürzere Frist durch einen Nachmieter gibt es nicht. Trotzdem kann eine entsprechende Vereinbarung mit dem Vermieter getroffen werden.

Bitte beachten

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist von drei Monaten lässt sich normalerweise nicht so ohne weiteres verkürzen. Dies ist nur möglich, wenn das Sonderkündigungsrecht zur Anwendung kommt.
  • Für das Sonderkündigungsrecht müssen allerdings gewichtige Gründe wie erhebliche Mängel an der Wohnung oder ein Todesfall vorliegen.
  • Natürlich ist es möglich, dass sich der Vermieter auf eine kürzere Frist einlässt, wenn beispielsweise ein Nachmieter gestellt wird. Das ist allerdings in diesem Fall ein freiwilliges Entgegenkommen des Vermieters, ein Anrecht auf eine verkürzte Frist besteht nicht.
  • Trotzdem ist der Weg über den Nachmieter häufig erfolgreich, da es dem Vermieter schließlich vor allem darauf ankommt, dass keine Mietausfälle entstehen.
  • Geht man bei der Suche nach dem Nachmieter in Absprache mit dem Vermieter vor, wird dieser sicher sogar froh sein, weil er sich die Suche nach einem neuen Mieter so sparen kann.

Das sollte man wissen

  • Um einen späteren Ärger mit dem Vermieter zu vermeiden, sollten Sie mit diesem ganz offen über ihr Vorhaben sprechen. Fragen Sie ihn, worauf Sie bei der Auswahl des Nachmieters achten sollen.
  • Wenn Sie sich um das Inserat und die Besichtigungstermine mit Interessenten kümmern, wird Ihr Vermieter eher bereit sein, Sie vorzeitig aus dem Mietvertrag entlassen. Denn schließlich ersparen Sie ihm so Kosten und Zeit.
  • Inserieren Sie beispielsweise in lokalen Zeitungen oder auch im Internet. Aus der Anzeige sollte hervorgehen, dass Sie einen Nachmieter suchen und nicht selber der Vermieter sind.
  • Laden Sie möglichst mehrere Interessenten zu einem Besichtigungstermin ein und notieren Sie wichtige Eckdaten wie beispielsweise Name, Anschrift, Alter, Telefonnummer und eventuell Beruf, falls dies dem Vermieter wichtig ist.
  • In Großstädten kommen oft zehn oder mehr Interessenten zu einem Wohnungsbesichtigungstermin. Da ist es praktisch, wenn man ein Formblatt zum Ausfüllen für die Interessenten vorbereitet hat.
  • Warten Sie nun auf die verbindlichen Zusagen der Interessenten und geben Sie dann die Daten an den Vermieter weiter.
  • Der Vermieter kann sich dann mit den potenziellen Nachmietern in Verbindung setzen, um alles Weitere zu klären.
  • Zieht der Nachmieter möglichst schnell in die neue Wohnung ein, stehen die Chancen sehr gut, dass Sie Ihren Mietvertrag vorzeitig kündigen können.

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