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Länder in der Euro-Zone: Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Zur Eurozone gehören jene EU-Länder, die den Euro zur offiziellen Währung haben.
Sie besteht aus 17 Staaten und wird aus diesem Grund auch als Euro-17 bezeichnet. Die momentan zur Euro-Zone gehörenden Länder sind Deutschland, Belgien, Estland, Finnland, Griechenland, Frankreich, Italien, Irland, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Slowakei, Portugal, Slowenien, Zypern und Spanien.

Bitte beachten

  • Es gelten gewisse Beitrittskriterien zur Eurozone, wie etwa die Preisstabilität, das öffentliche Defizit, das zu Ende des vorhergehenden Haushaltsjahres nicht höher sein darf als 3 Prozent des BIP, der öffentliche Schuldenstand, der einen gewissen Teil am BIP nicht übersteigen darf.
  • Nur wenn der Euro die offizielle Währung ist, zählt ein Land auch wirklich zur Euro-Zone.

Länder in der Euro-Zone und deren Stellenwert

  • Österreich ist ein wichtiges Mitglied der Euro-Zone. In Österreich machen Dienstleistungen den größten Brocken der Wirtschaftsleistungen aus. Österreich hat eine moderne und leistungsstarke Industrie, eine geringe Arbeitslosenquote und ist ein ausgebauter Sozialstaat.
  • Die Niederlande verfügen über ein liberaleres Wirtschaftssystem und eine niedrige Arbeitslosenquote und die Niederlande ergänzen die Länder in der Euro-Zone. Chemische Industrie und die Herstellung von Elektrogeräten sind sehr bedeutend in den Niederlanden.
    Auch Maltas Wirtschaft entwickelt sich sehr positiv. Die hauptsächlichen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle.
  • Auch Luxemburg ergänzt die Länder in der Euro-Zone und in Luxemburg ist das durchschnittliche Einkommen mehr als doppelt so hoch als das des durchschnittlichen Europäers. In Luxemburg sind etwa die Hälfte der Arbeitnehmer Grenzgänger, das heißt keine Einwohner.
  • Griechenlands Wirtschaft ist marktorientiert und der Wandel von einer agrarischen Gesellschaft zum einem modernen, dienstleistungsorientieren Wirtschaftsstaat begann in den 1970er Jahren. Allerdings sind die enormen Finanzprobleme der Griechen heutzutage ja allseits bekannt...
  • Irland war bis Anfang der 1990er Jahren wirtschaftlich wenig entwickelt. Es wurde auch von der Finanzkrise besonders schwer getroffen.
    Italien stellt einen Industriestaat dar, mit einer früher stark gelenkten Volkswirtschaft. In den 1990ern wurden viele Staatsunternehmen privatisiert. Die Schattenwirtschaft ist in Italien massiv und nimmt 17 Prozent des BIPs in Anspruch.
  • In Frankreich wirken bis heute die Prinzipien des Merkantilismus nache – Nach dem Ersten Weltkrieg schuf man den Typ des gemischten Unternehmens. Dieses stellt eine Partnerschaft von privatem wie öffentlichem Kapital dar. Von 1981 bis 1995 regierte Mitterand in Frankreich – er betrieb viele Verstaatlichungen. Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, sie wurde in den letzten Jahren dereguliert und zunehmend privatisiert.
  • Finnland zählt heute zu den wohlhabendsten Staaten in der EU. Die Außenhandelsbilanz in Finnland weist leichte Überschüsse auf. Die bedeutendsten Handelspartner sind Deutschland, Schweden sowie Russland. Bis ins 20. Jahrhundert war Finnland noch eines der ärmsten Länder Europas. Nach den Kriegen wurde aber die Industrialisierung stark vorangetrieben. Das Land wurde vom Zerfall der Sowjetunion wirtschaftlich geschwächt, erholte sich aber wieder durch Umstrukturierungen.
  • Estlands Hauptexportprodukte sind Maschinen sowie Teile von Maschinen, auch Holz und Holzprodukte. Die Handelsbilanz ist allerdings deutlich negativ – das Defizit beträgt 13 Prozent des BIP.
  • Deutschland hat ein BIP von circa 2,6 Millionen Euro 2011 und stellt die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte auf der Welt dar.2012 war Deutschland der drittgrößte Importeur und Exporteur auf der ganzen Welt.
  • Belgiens Wirtschaft konzentriert sich hauptsächlich auf den Dienstleistungssektor. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle. Viele Deutsche, Briten und Franzosen bereisen Belgien.

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