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Mit Windkraft die Energiewende herbeiführen: So ist es möglich

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Frischer Wind für neue Energien.

Atomkraftwerke sind in Österreich per Gesetz verboten und über 76 Prozent der Energieproduktion innerhalb des Landes stammt aus regenerativen Quellen wie Wasser- oder Windkraft. Ist die Energiewende also in Österreich schon längst vollzogen? 

Auch wenn die Alpenrepublik aufgrund ihrer geographischen Gegebenheiten bei der inländischen Energiegewinnung auf erneuerbare Energien setzt, ist eine wirkliche Energiewende noch in weiter Ferne. Der Anteil der inländisch produzierten Energie am gesamten österreichischen Energieverbraucht beträgt gerade mal 31 Prozent. Der restliche Energiebedarf wird durch Importe gedeckt.

Die importierte Energie wird überwiegend aus herkömmlichen Energiequellen wie Öl, Gas oder Kohle gewonnen. Mit dem Ausbau der Windkraft, wird Österreich unabhängiger von umweltschädlichen Stromimporten und trägt mit einer sauberen Art der Stromerzeugung zur Energiewende bei. 

Auf einen Blick – Wind für ein besseres Klima

  • Ein Windrad spart mehr als 4.000 Tonnen CO2 ein.
  • Ein Windrad liefert Strom für bis zu 2.500 Haushalte.
  • Windenergie ist sauber, sie erzeugt bei der Gewinnung keine Abfälle.
  • Windenergie ist vor Ort verfügbar und ermöglicht Unabhängigkeit von Energieimporten aus nicht-regenerativen Quellen.
  • Jedes Windrad schafft regionale Arbeitsplätze.

Wind weht nicht nur am Meer

  • Wind ist frei verfügbar und weht nicht nur am Meer. In manchen Regionen Niederösterreichs herrschen Windverhältnisse wie an der Nordsee. Die gesamte Leistung, die in Österreich durch Windkraft erzeugt werden kann, beträgt derzeit 1.400 Megawatt.
  • Davon werden 650 Megawatt in Niederösterreich produziert, das ist fast die Hälfte. Bei so guten Windverhältnissen wundert es nicht, dass der Energiefahrplan des Landes Niederösterreich vorsieht, bis zum Jahr 2030 fünf Mal so viel Strom aus Wind zu gewinnen wie bisher. 


Ein Windrad spart 4.000 t CO2 ein

  • Die Windkraft trägt erheblich zur Senkung des CO2-Ausstoßes bei, die zu den wichtigsten Zielen der Energiewende gehört.
  • Ein modernes Windrad spart mehr als 4.000 Tonnen CO2 ein. Zudem erzeugt es Strom für bis zu 2.500 Haushalte und das ganz ohne Schadstoffe, Abgase oder Abfälle. Also könnte sich eine kleine Gemeinde mit nur einem Windrad völlig autark und unabhängig von Energieimporten die komplette Stromversorgung sichern. 


Eine Investition in die Zukunft

  • Die Befürchtung, dass der Ausbau regenerativer Energien für die Stromkunden zu teuer werden könnte, trifft auf die Windkraft nicht zu. Ein österreichischer Betreiber eines Windparks erhält für eine Kilowattstunde Windstrom derzeit ca. 9 Cent. In diesem Preis ist jedoch sehr viel mehr als die reine Stromlieferung enthalten. So wird damit beispielsweise auch der Abbau von Windrädern nach deren ungefähr 20-jährigen Lebensdauer finanziert. Grundsätzlich handelt es sich bei der Stromerzeugung aus Wind um eine sehr günstige Art der Energiegewinnung, da keine Kosten entstehen, um Produktionsmüll zu entsorgen, der bei herkömmlichen Kraftwerken anfällt. 
  • Die Subventionen, die in Windenergie fließen, sind gering. Für das gesamte Jahr 2011 zahlte ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt gerade mal 4,50 Euro für den Ausbau des umweltfreundlichen und schadstofffreien Windstroms. Die Subventionierung der Windkraft ist zudem eine Investition in die Zukunft. Aktuell gibt Österreich 11 Milliarden Euro pro Jahr für Energieimporte aus. Da die Windenergie regional produziert wird, bringt sie langfristig volkswirtschaftlich wesentlich mehr, als sie zunächst kostet. 


Regionale Arbeitsplätze entstehen

  • Die Energiewende ist nicht nur ein erstrebenswertes Ziel, um unseren Lebensraum zu erhalten, sondern sie schafft auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Rechnet man Herstellung, Aufbau und Betrieb eines Windrads zusammen, schafft schon ein einziges Windrad pro Jahr Arbeitsplätze für bis zu 20 Beschäftigte. 
  • Noch ist die Energiewende in Österreich nicht vollzogen, aber mit Stromsparmaßnahmen und dem gezielten Ausbau erneuerbarer Energien wie der Windkraft, kann das Land schon in naher Zukunft bei der Stromerzeugung auf fossile Energieträger verzichten.

 

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