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Muss man Flohmarktverkäufe versteuern?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Flohmärkte werden immer beliebter. Doch kaum jemand ist sich darüber bewusst ob man die Verkäufe den auch versteuern muss oder nicht. Wir klären auf!

Der Besuch von Flohmärkten ist beliebt bei Jung und Alt. Was gibt es da nicht alles zu entdecken. Dinge die schon längst in Vergangenheit geraten sind und trotzdem noch immer interessant sind. Bevor auf dem Flohmarkt etwas verkauft werden darf, muss sich Gedanken gemacht werden, ob das einmalig passieren soll oder an eine Nebeneinkunftsquelle gedacht wird.

  • Gegenstände es täglichen Gebrauchs, wie Möbel, Kleidung oder Haushaltsgeräte dürfen privat immer auf dem Flohmarkt verkauft werden. Wer also ab und zu den Dachboden aufräumt und nicht mehr benötigte Gegenstände zu Geld macht, muss sich keine Sorgen um Steuern machen. 
  • Werden dagegen Waren eingekauft und auf dem Flohmarkt verkauft, wäre es notwendig, dass die zuständige Stadtverwaltung einen Gewerbeschein für Reisegewerbe ausstellt, damit der Flohmarktverkäufer offiziell auf Flohmärkten seine Waren anbieten darf. 
  • Wird durch die Verkäufe auf dem Flohmarkt ein regelmäßiger Gewinn erzielt, kann eine Steuerzahlung an das Finanzamt auch nachträglich an den Trödelverkäufer zukommen. Dabei zählt schon ein einmal monatlich wiederkehrender Gewinn als regelmäßig und der Flohmarktverkäufer wird zum Händler. 
  • Nur Privatpersonen dürfen einen jährlichen Gewinn von 512 Euro erreichen, ohne dass sie steuerpflichtig werden. Flohmarktstandgebühren und eigene Kosten dürfen vom Gewinn abgesetzt werden.
  • Es sollte deshalb von vorn herein beachtet werden, dass alle anfallenden Ausgaben und Einnahmen aus den Flohmarktverkäufen festgehalten werden, um in der Lage zu sein an das Finanzamt eine aktuelle Einnahme- Überschussrechnung vorlegen zu können. 
  • Sollten im laufenden Kalenderjahr Gewinne aus Flohmarktverkäufen von über 17.500 Euro erzielt werden, muss der Flohmarktverkäufer das dem Finanzamt mitteilen und wird für das folgende Jahr zur Zahlung der Umsatzsteuer verpflichtet.
  • Sind diese Sachen geklärt, kann der Verkauf der ersten Sachen auf einem Flohmarkt beginnen. Da jeder Flohmarkt andere Standgebühren verlangt, sollten diese vor dem Eröffnen eines Standes sorgfältig verglichen werden. 
  • Die Größe der benötigten Verkaufsfläche hängt vom Warenangebot ab. Oftmals ist für den Anfang ein Tapeziertisch schon vollkommen ausreichend. 
  • Generell sollte niemals ein Sonnenschirm vergessen werden. Da niemals damit gerechnet werden kann, dass der Tag auf dem Flohmarkt nur Sonnenschein bringt, ist vor dem Start eine Folie auf dem Baumarkt zu besorgen. 
  • Mit dieser kann bei einem plötzlichen Regenschauer die Ware schnell abgedeckt werden. Wurde das alles vorbereitet, kann die anzubietende Ware in Kisten verpackt und diese mit den anderen Utensilien in den Wagen verladen werden. 
  • Ganz wichtig ist es auch genügend Wechselgeld einzustecken.
  • mehr zum Thema Flohmarktverkäufe und Steuerrecht findest Du hier.

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