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Pflegegeld in Deutschland beantragen? - So geht’s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:15
Pflegegeld beantragen - so wird es einfacher.

Wenn jemand zum Pflegefall wird, ist es für die betroffene Person oft schwer sich allein im Leben zurechtzufinden und die Hilfe anderer Personen ist unumgänglich geworden. Abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit gibt es in Deutschland Pflegegeld.

  • Es ist anzumerken, dass das Pflegegeld unabhängig von der Unterbringung der zu pflegenden Person gewährt wird, jedoch kann die Höhe des zu zahlenden Pflegegeldes unterschiedlich ausfallen.
  • Wird ein Pflegebedürftiger zu Hause von Familienangehörigen gepflegt, ist das Pflegegeld niedriger, als wenn diese Person in einem Pflegeheim untergebracht ist.
  • Aber in beiden Fällen, richtet sich die Höhe der Entgeltleistung nach der vergebenen Pflegestufe und kann je nach Bedarf angepasst werden.

Pflegegeld in Deutschland beantragen - Facts und Tipps

Es kann jeden treffen:

  • Jeder Mensch muss damit rechnen, dass er zum Pflegefall werden könnte. Dies betrifft ja nicht nur die ältere Generation, sondern kann auch Kinder oder noch sehr junge Menschen treffen. Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann der Auslöser für Pflegebedürftigkeit sein. Oft wissen die Betroffenen nicht, dass sie in solch einem Fall Pflegegeld beantragen können.
  • Hat nun der behandelnde Arzt festgestellt, dass der Patient ohne fremde Hilfe den Alltag nicht mehr bewältigen kann, sollte ein Antrag auf Pflegegeld gestellt werden. Der Antrag wird bei der zuständigen Krankenkasse gestellt und diese ermittelt mithilfe des medizinischen Dienstes, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und in welche Pflegestufe die zu pflegende Person eingestuft werden kann. In Deutschland gibt es drei Pflegestufen, die sich am Umfang der Pflegeleistungen, die erbracht werden müssen, orientiert.
  • Hat der medizinische Dienst festgestellt, dass eine Pflegestufe vergeben werden kann, wird von der Krankenkasse das entsprechende Pflegegeld an die zu pflegende Person ausgezahlt. Einige Krankenkassen, lassen nach einer bestimmten Zeit die Bedürftigkeit erneut überprüfen, was dazu führen kann, dass in manchen Fällen die Pflegestufe erhöht wird, aber auch aberkannt werden kann.
  • Dies richtet sich nach dem jeweiligen Zustand der zu pflegenden Person. Der Pflegebedürftige selbst kann aber auch einen Antrag auf Erhöhung der Pflegestufe stellen, sobald er der Meinung ist, dass der Pflegeaufwand größer geworden ist. Bestätigt der medizinische Dienst, dass ein Anheben der Pflegestufe gegeben ist, kann es sogar vorkommen, dass die Erhöhung rückwirkend bewilligt wird.

 

Pflege, Stufen und die Krankenkasse:

  • Wichtig zu wissen ist auch, dass die Krankenkasse einer Pflegeperson im privaten Bereich Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt, wenn der zu Pflegende in die Pflegestufe 2 eingestuft worden ist.
  • Das heißt, die Pflege eines Angehörigen wird in diesem Fall in der späteren Rentenberechnung mit berücksichtigt, so als wäre man in dieser Zeit einer versicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen.
  • Wird zu einem späteren Zeitpunkt die Pflegebedürftigkeit herabgestuft, weil die Voraussetzungen für die Stufe 2 nicht mehr gegeben sind, wird ab diesem Zeitpunkt keine Rentenversicherung mehr gezahlt.

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