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Privates Darlehen vergeben - wichtige Hinweise um sich abzusichern?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Was man bei einem privaten Darlehen beachten muss.

Geben ist seliger denn Nehmen. Unter diesem Motto wird unter Freunden, Ehepartnern und Verwandeten oft auch viel Geld verliehen. Aber was tun, wenn das Geld nicht zurückgezahlt wird. Sei es aus finanziellen Gründen oder weil die Beziehung gescheitert ist oder die Freundschaft zerbrochen. Nun liegt es, allein an demjenigen, der das Geld geliehen hat, nachzuweisen, dass er auch wirklich eine bestimmte Summe verliehen hat und das er das Geld auch wirklich nicht zurückbekommen hat. Das ist im Nachhinein oft schwierig. Darum ist es besser, sich vorab abzusichern. Nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Durch einen Vertrag über ein privates Darlehen kann man, wenn man einige Dinge beachtet, auch später nach einwandfrei nachweisen, wem man, wieviel geliehen hat und zu welchen Konditionen.

Bei einem privaten Darlehen sollte man, auch bei Familienmitgliedern und guten Freunden, einen Vertrag aufsetzen. Ein Vertrag sichert beide Vertragspartner ab! Dieser Vertrag sollte enthalten, wer, wem, zu einem bestimmten Zeitpunkt, welche Geldsumme, für wie lange leiht und zu welchen Konditionen. Beide Vertragspartner sollten diesen Vertrag unterschreiben, sowie unabhängige Zeugen. Bei höheren Geldsummen sollte man den Vertragsschluss notariell beglaubigen lassen oder durch einen Rechtsanwalt, da es wichtig ist, bei Unstimmigkeiten, auch vor Gericht einwandfrei nachweisen zu können, das wirklich alle Angaben des Vertrages stimmig sind. Das ist bei Freunden oder Bekannten, Verwandten, Kollegen oder Nachbarn als Zeugen manchmal schwierig, da diese parteiisch und nicht unabhängig sind. Den Vertrag sollte man an einem sicheren Ort aufbewahren!

  • Vertrag über ein privates Darlehen ( Zeitpunkt, Höhe der Geldsumme, Unterschrift der Vertragspartner und Zeugen)
  • Zeuge/n (Freunde, Bekannte, Kollegen, Familiemitglieder, Rechtsanwalt, Notar)
  • Geld

Schritt-für-Schritt zum Vertrag für ein privates Darlehen

  1. Aufsetzen eines Vertrages. Beide Vertragspartner sollten sich darüber einig sein, welche Geldsumme zu welchen Konditionen geliehen wird.
  2. Der Vertrag über ein privates Darlehen sollte von beiden Vertragspartner unterschrieben werden, in Anwesenheit von möglichst unabhängigen aber auch glaubwürdigen Zeugen, welche ihre Anwesenheit auch durch eine Unterschrift auf dem Vertrag nachweisen. Bei höheren Geldsummen ist es ratsam, einen Rechtsanwalt oder einen Notar hinzuzuziehen.
  3. Nachdem der Vertrag ordnungsgemäß zwischen den Vertragspartnern geschlossen wurde, erfolgt die Geldübergabe. Entweder bar in Anwesenheit von Zeugen, oder durch eine Überweisung. Bei einer Überweisung sollte ein Nachweis, z.B. durch einen Überweisungsträger oder durch einen Kontoauszug, aufbewahrt werden.
  4. Den Vertrag über ein privates Darlehen sollte man an einem sicheren Ort aufbewahren. Bei höheren Geldsummen in einem Banksafe, bei einem Notar oder einem Rechtsanwalt.
  5. Ist die Rückzahlung erfolgt, wird der Vertrag, in Anwesenheit beider Vertragspartner unter Zeugen ungültig gemacht, indem man ihn zereißt, schreddert oder durchstreicht.
  6. Wird das Geld nicht fristgemäß durch den Darlehensnehmer zurückgezahlt oder werden andere Konditionen, unter denen der Vertrag zu stande gekommen ist, verletzt, muss der Darlehensgeber den Darlehensnehmer ermahnen. Reagiert dieser nicht auf die Ermahnungen des Darlehensgebers, kann dieser Klage gegen ihn vor Gericht eingereichen.

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