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Red Bull Stratos - Die Kosten der Mission?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Auf annähernd 37 Kilometer Höhe will der Extremsportler den Sprung zur Erde wagen.

Es ist eines der Top-Themen der vergangenen Woche: Felix Baumgartner, bekannt für seine riskanten Sprünge, möchte sich durch eine letzte große Aktion endgültig einen Platz in der Geschichte sichern. Auf annähernd 37 Kilometer Höhe will der Extremsportler den Sprung zur Erde wagen. Er wird dabei gelich mehrere Rekorde brechen: den höchsten bemannten Ballonflug, den höchsten Absprung mit einem Fallschirm, den längsten freien Fall und höchstwahrscheinlich das Überschreiten der Schallgeschwindigkeit im freien Fall. Gesponsert wird der Österreicher dabei vom Getränke-Hersteller Red Bull – mit einem Budget von über 50 Millionen Dollar.

Wo fließt das Geld?

  • Das Jumbo-Projekt von Felix Baumgartner und Red Bull, das den Namen Stratos trägt, verschlang bereits für die Planung eine beachtliche Menge Geld. Denn Baumgartners Plan, einen Sprung aus 37 Kilometer Höhe zu wagen, ist mit mehreren bürokratischen Hürden verknüpft als du es dir vielleicht vorstellen kannst. 
  • Um auf die angepeilte Zielhöhe zu kommen, muss der Österreicher in die Stratosphäre aufsteigen. Dafür benötigt Baumgartner spezielle Genehmigungen, unter anderem von der amerikanischen Regierung, da der Sprung über der Wüste Nevadas ablaufen soll. 
  • Auch das fünf-jährige Training, das Baumgartner durchlief, war nicht billig, da er immer wieder Probesprünge unter ähnlichen Bedingungen machen musste, um sich auf die Extrembedingungen in der Stratosphäre vorzubereiten. 
  • Der Löwenteil der ca. 50 Millionen Dollar ging letztendlich aber für die Material-Kosten drauf. Um seinen Sprung realisieren zu können, muss Baumgartner sich in einer speziellen Raumkapsel hoch tragen lassen, die an einem großen Helium-Ballon befestigt wird. 
  • Alleine die Ballons sind so teuer, dass der Sponsor Red Bull für den Stratos-Sprung nur zwei Stück zur Verfügung stellt. 
  • Einen Ballon hat Baumgärtner am Donnerstag bereits verbraucht, weshalb ihm nur noch ein einziger Versuch bleibt. Denn jeder Helium-Ballon kann nur ein einziges Mal aufgepumpt werden und ist danach unbrauchbar. 


Wie finanziert Red Bull Stratos?

  • Um das Geld wieder rein zu bekommen, das Red Bull in das Projekt bereits investiert hat, verkaufte der Getränke-Hersteller die Rechte für Live-Übertragungen an verschiedene Fernsehsender. 
  • Dadurch hast du die Möglichkeit, live dabei zu sein, wenn Baumgartner am Sonntag seinen möglicherweise letzten Versuch unternimmt, den Sprung aus der Stratosphäre zu realisieren. 
  • Experten rechnen damit, dass mehrere Millionen Menschen sich das Spektakel ansehen werden. Dadurch könnte Red Bull auf einen Schlag das 10-fache seiner Investitionskosten verdienen.

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