Foto: Shutterstock.com

Rente und Vermögen - Den Lebensabend richtig absichern?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Seit etwa 10 Jahren achten die Menschen vermehrt auf das Ansparen für die Rentenphase.
Dies liegt einerseits daran, dass das Renteneintrittsalter der staatlichen Rentenversicherung gestiegen ist und andererseits daran, dass die gesetzliche Rente mehrmals gekürzt worden ist. Deshalb stellen sich viele die berechtigte Frage, wie sie die Rentenphase richtig finanzieren möchten. Übrigens verwende ich absichtlich nicht den Begriff des Lebensabends, weil die heutigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner wesentlich gesünder sind, als früher.

  • Keine Produkte oder Verträge unterschreiben, die nicht erklärt werden.
  • Vergiss nicht, die staatlichen Zulagen (beispielsweise aus der Riester Rente) mitzunehmen.
  • Das Wissen dass jede Provision zu weniger Netto führt.

  • Die Kontoübersicht bzw. Renteninformation der Rentenversicherung
  • Ein gesundes Mißtrauen gegenüber angebotenen Produkten

  1. Anhand der Kontenübersicht, die jeder Rentenversicherte alle 2 Jahre bekommt, kannst Du einer Hochrechnung vergleichsweise einfach entnehmen, wie hoch Deine zukünftige gesetzliche Rente sein wird. Dann berechznest Du die Differenz zum derzeitigen Netto-Einkommen und erhältst die Information über denjenigen Betrag, der fehlt.
  2. Um diesen monatlichen Betrag müssen Deine späteren Wünsche geringer ausfallen, als Dein derzeitiger Lebensstandard. Diese Rentenlücke solltest Du zumindest zu einem kleinen Teil dadurch schließen, dass Du rechtzeitig ansparst.
  3. Am besten verteilst Du dieses Ansparen auf zwei Teile: Einerseits nutzt Du eine Riester Rente, die kräftige staatliche Zulagen bringt. Dabei sparst Du etwa 4 % Deines Netto-Einkommens und erhältst dafür pro Erwachsenem und Jahr etwa 160 Euro Zulagen, pro Kind bis zu 300 Euro  pro Jahr. 
  4. Dann kannst Du noch einen freien Teil ansparen, der möglichst gut wachsen soll. Dies kann eine eigene Immobilie sein oder auch ein langfristiges Investment an den Kapitalmärkten.
  5. Für alle diese Ansparmöglichkeiten solltest Du Dich gündlich umsehen! Bei der Riester Rente gibt es viele Versicherungsvarianten, die einen hohen Aufwand verursachen. Deshalb solltest Du echte Ansparverträge nehmen, wie sie auch Testsieger der Stiftung Warentest sind. Diese sind gebührenfrei und sammeln Zinsen an.
  6. Bei jeder Entscheidung solltest Du mit gesundem Mißtrauen an den Verkäufer oder Bankberater herantreten. 
  7. Lasse Dir genau erklären, welche Provisionen anfallen und wie viel vom angesparten Geld auch tatsächllich in die Rente oder den Ansparvertrag fließt. 
  8. Der ehrliche Berater wird Dir dies problemlos sagen und auch schriftlich mitteilen können - wozu er auch gesetzlich verpflichtet ist. 
  9. Je schwammiger dann die Aussagen werden und je ausweichender er wird, desto schlechter ist in aller Regel das beworbene Produkt! Insbesondere solltest Du kritisch bei Nachbarschaftsverkäufern sein oder Menschen, die unangekündigt bei Dir zu Hause klingeln.

Kommentare