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Scheck richtig ausstellen? - Wichtige Hinweise

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Schecks werden heutzutage immer seltener ausgestellt, daher ....

Ein Scheck ist eine Zahlungsanweisung an Ihre Bank, dass sie gegen Vorlage dieses Papiers (dem Scheck) einem Dritten, dem sogenannten Begünstigten, zu einem bestimmten Zeitpunkt, eine bestimmte Summe Geld auszuzahlen. Die Banken haben zwar ihre eigenen Vordrucke, doch eigentlich könnten sie auf jedem normalen Stück Papier Ihren Scheck ausstellen und weiter geben – habe ich selber schon mal ausprobieren müssen, als ich im Krankenhaus lag. Hauptsache ist, dass Sie alle Punkte, die gesetzlich vorgeschrieben sind, auch in diesem provisorischen Scheck korrekt benennen. Hier finden sie die wichtigsten Informationen dazu!

  • Falls sie keinen Scheckvordruck ihrer Bank haben und trotzdem eine Zahlungsanweisung schreiben wollen, dann können sie beim Abgeben dieses Papiers eventuell erst einmal eine Diskussion in der Bank auslösen.
  • Doch seien sie versichert: Solange alle Punkte wirklich angesprochen und korrekt aufgeschrieben sind, müssen die Banken ihrer Zahlungsanweisung Folge leisten!
  • Auch wenn sie eine Zahlungsanweisung, also einen Scheck per Hand schreiben sollten, gilt die gleiche Regel, wie bei einem „normal ausgestellten“ Scheck Ihrer Bank: Sie sollten sicher sein, dass zum Zeitpunkt der Vorlage in Ihrer Bank genügend Geld auf Ihrem Konto ist.
  • Wenn dies nicht der Fall wäre, ist der Scheck oder die Zahlungsanweisung in diesem Moment nicht gedeckt und der Begünstigte – also derjenige, der das Geld per Scheck abholen wollte – geht leer aus.
  • Da der Scheck nicht sofort eingelöst werden muss, gilt das auch innerhalb der nächsten Wochen.
  • Wenn ihnen nachgewiesen werden kann, dass sie vorsätzlich nicht gedeckte Schecks oder Zahlungsanweisungen ausgestellt haben, sind das Betrugsdelikte, die strafrechtlich verfolgt werden!

  • Im Normalfall: Scheck Ihres Bankinstituts

Provisorischer Scheck:

  • Blatt Papier,
  • Stift und Kenntnisse der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben für die Ausstellung eines gültigen Schecks

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Angenommene Vorgeschichte:

  • Sie schulden jemandem Geld, haben es aber nicht bar (oder kommen nicht an Bargeld wie ich damals, als ich im Krankenhaus lag).
  • Wenn sie genügend Geld auf dem Konto haben, können sie einen Scheck ausstellen (wie gesagt, entweder einen Scheckvordruck verwenden oder selbst schreiben).
  • ABER: Der Gläubiger (mein Lehrer sagte früher immer, das ist derjenige, der „glaubt, dass er mein Geld bekommt“) muss einen Scheck nicht akzeptieren!

Wir setzen voraus, dass er den Scheck haben möchte – und dass wir genügend Geld auf dem Konto haben – Ganz wichtig!

Die folgenden Punkte müssen unbedingt auf dem Papier vorhanden sein:

  • Das Wort „Scheck“ als Überschrift – und als ersten Satz setzt man folgende Worte aufs Papier: „Zahlen Sie gegen Vorlage dieses Schecks …“ – mit diesen Worten setzen sie sämtliche gesetzliche Regelungen des sogenannten Scheckgesetzes in Kraft und garantieren, dass genügend Guthaben auf dem Konto ist!
  • Ihre Bank oder Sparkasse, die angewiesen wird, das Geld auszuzahlen (Name und Sitz der Bank bzw. der Filiale, in der das Geld ausgezahlt werden soll)
  • Der Geldbetrag, um den es sich handelt – in Ziffern und Worten (falls diese beiden unterschiedliche Werte ergeben, dann zählt der in Worten ausgeschriebene Betrag)
  • Tag und Ort der Ausstellung sowie die eigene Unterschrift.

Im eigenen Interesse sollten sie angeben (es ist nicht verpflichtend, aber üblich):

  • den Zahlungsempfänger, vor allem bei selbstgeschriebenen Zahlungsanweisungen – am besten mit den Worten „an... oder Überbringer“
  • Verwendungszweck, Kontonummer und Bankleitzahl des Scheckausstellers für eine schnellere Bearbeitung in der Bank
  • Damit wäre der Scheck korrekt ausgefüllt oder geschrieben.
  • Ihr Gläubiger geht mit diesem Scheck zu ihrer Bank und erhält sofort das Geld, das direkt von Ihrem Kontoguthaben abgezogen wird. Ihre Schuld ist damit getilgt.
  • Schecks müssen aber nicht am gleichen Tag eingelöst werden, sondern in Deutschland innerhalb von 8 Tagen.

Nun gibt es aber einige sogenannte Überbringungsklauseln, mit denen sie die Auszahlung des Schecks weiter regeln können:

  • Der oben genannte Scheck ist ein sogenannter „Sicht- und Bar-Scheck“. Gegen Vorlage dieses Papiers wird sofort und direkt in bar ausgezahlt.
  • Schreiben Sie auf dem Scheck die Worte „nur zur Verrechnung“, damit wird er unwiderruflich zum Verrechnungsscheck. Das Geld wird  auf das Konto des Gläubigers überwiesen, die Gutschrift kann dementsprechend einige Tage dauern.

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