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Scheidungskosten zahlen - Wer zahlt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
Was wären wir Menschen ohne die Liebe? Liebe ist sicher nicht alles,...

Was wären wir Menschen ohne die Liebe? Liebe ist sicher nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts. Der Beginn einer Liebe ist mit vielen angenehmen und schönen Gefühlen verbunden. Oft wird die Liebe zweier Menschen mit einer Vermählung gekrönt. Die Menschen, die diesen Schritt wagen, schwören sich meist ewige Treue und Liebe bis zum Tod. Doch die Realität sieht anders aus, inzwischen wird jede dritte Ehe noch vor dem zehnten Hochzeitstag wieder geschieden. Was so hoffnungsvoll und schön begonnen hat, endet meist mit sehr schlechten Gefühlen und vor dem Scheidungsrichter. Doch der Beginn einer Ehe kostet Geld, je nach Hochzeitsfeier viel Geld, aber auch das Ende einer Ehe ist nicht kostenlos. Doch haben die ehemaligen Eheleute es selbst in der Hand, die Kosten für das Scheidungsurteil nicht ausufern zu lassen.

  1. Doch zunächst erst einmal grundsätzlich, zur Eingangsfrage, die Kosten für die Scheidung zahlen beide Parteien.
  2. Dabei zählen zu den Scheidungskosten die Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten.
  3. Die meisten Eheleute gehen mit getrennten Anwälten in das Scheidungsverfahren, dass vor dem zuständigen Familiengericht verhandelt wird. Seit 1977, dies sei hier einmal grundsätzlich erwähnt, gibt es keine „Schuldscheidungen“ mehr.
  4. Nach einer Trennungszeit von einem Jahr gehen die Familiengerichte immer von einer zerrütteten Ehe aus, egal warum sich die Eheleute getrennt haben.
  5. Die gesetzlich festgelegte Trennungszeit kann nur umgangen werden, wenn es schwerwiegende Gründe dafür gibt.
  6. Ebenso grundsätzlich richten sich die Anwaltsgebühren nach dem Streitwert, wie die Kosten der Scheidung vor Gericht.
  7. Je mehr zu regeln ist, desto höher werden die Kosten für die Scheidung letztendlich.
  8. Die Kosten regeln sich also nach dem Aufwand.
  9. Je mehr Angelegenheiten das Gericht zu klären hat, desto höher sind die Gerichts- und Anwaltsgebühren.
  10. Wenn Du also alles, über das Gericht und den Anwalt klären lassen willst, wird die Scheidung um so teurer.
  11. Wer jetzt welche Kosten trägt, hängt von der wirtschaftlichen Lage jeder Partei ab.
  12. Der wirtschaftlich schwächere Teil der Eheleute kann vor dem Scheidungsverfahren Prozesskostenhilfe beantragen.
  13. Wenn beide Parteien sich die Anwalts- und Gerichtskosten nicht leisten könnten, können beide Parteien Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.
  14. Doch es kann passieren, dass die Prozesskostenhilfe nur als Darlehn gewährt wird, dann müssen die entstandenen Gebühren durch Ratenzahlung abgegolten werden.

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