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Überschuldung - Raus aus Schuldenfalle?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Interessante Werkzeuge und Tipps um diese Herausforderung zu meistern.

Immer wieder finden sich in der Tagespresse oder in den Fernsehnachrichten Meldungen, die zeigen, dass auch gut verdienende Menschen und Familien in die Schuldenfalle geraten. Wenn Du Dich auch fragst, wie denn so etwas passieren kann und ob es nicht Mittel und Wege gibt, aus der Schuldenfalle wieder herauszukommen, dann lese einfach weiter. Dieser Text zeigt Dir einige interessante Werkzeuge und Technologien, um diese Herausforderung zu meistern.

Den Überblick gewinnen 

  1. Insbesondere nach der Währungsumstellung im Jahr 2002 haben viele Unternehmen davon profitiert, dass das menschliche Gehirn kleine Zahlen anders verarbeitet, als große Zahlen. 
  2. Und so sind - trotz Inflation - Angebote zum schnellen Essen zwischendurch bestehend aus einem Getränk und einem etwas größeren Sandwich zu einem Preis von mehr als 5,20 Euro keine Seltenheit mehr. Was einem Betrag von ziemlich genau 10 D-Mark entspricht. 
  3. Denke doch einfach mal an dieses vergleichsweise kleine Beispiel einer täglichen Belohnung bzw. eines täglichen Kaufes, weil bei zweiundzwanzig Werktagen pro Monat schon ein Betrag von 114,40 Euro in der Haushaltsrechnung stehen würde - für ein bisschen Semmeln und Kaffe zwischendurch. 
  4. Dies kann auch verdeutlichen, wie wichtig ein Überblick über Deine Ausgaben ist. Wenn Du also wissen möchtest, warum Du Monat für Monat tiefer in Schulden gerätst, dann führe eine detaillierte Haushaltsrechnung durchführen: Einen Monat lang jeden Kassenzettel einfach in einen Schuhkarton werfen und dann am Monatsende zusammenzählen. 
  5. Was wird für Lebensmittel ausgegeben, was kostet die Miete, wie viel wird für ein Auto fällig. Beträge, die nur alle 3 Monate gezahlt werden, werden durch 3 geteilt. Und schon wird deutlich, dass ein monatlicher Überschuss zur Verfügung steht oder eine monatliche Unterdeckung besteht. Also: Einnahmen pro Monat auf die eine Seite, Ausgaben auf die andere. 


Aus dem Saldo lernen

  1. Dein Dispo-Kredit ist fast bis zum Limit genutzt? Dann ergreife die Chance und lerne aus Deinem in Schritt 1 errechneten monatlichen Minus. 
  2. Teile doch einfach ein, welche Ausgaben Du wirklich brauchst und was Du aus Gewohnheit weiterbezahlst, weil Du irgendwann einmal einen Vertrag abgeschlossen hast. 
  3. In manchen Fällen wirst Du erstaunt sein, wie leicht durch die Veränderung einiger Gewohnheiten viel weniger Geld abfließt: Also unnötige Zeitungsabos und Fitnessklub-Mitgliedschaften kündigen. 
  4. Auch Dein Kühlschrank kann eine Quelle zum Schuldenabbau sein: Sehe doch mal nach, wie viele Lebensmittel im Moment Du einfach wegschmeißt! 
  5. Wenn Du rauchst, dann reduziere einfach die gerauchte Menge. Nicht jede Pause auf der Arbeit muss gleich mit einer oder zwei Zigaretten beginnen. 
  6. Auch Internet-Flatrates oder Pay TV-Abos sind beliebte Kostenfallen insbesondere bei Jüngeren. Ist das bisschen Surfen wirklich eine Flat rate von 39 oder 49 Euro wert? 
  7. Denke also einfach darüber nach was Dir viel wert ist und was Du einfach so aus Gewohnheit mitbezahlst. 


Augen auf 

  1. Wenn Du Schritt 2 erfolgreich ausgeführt hast, dann wirst Du relativ bald sehen, wie sich Deine Schulden verringern oder Du plötzlich wieder alle Rechnungen pünktlich bezahlen kannst. 
  2. Dann beginnst Du langsam mit dem Abtragen bisheriger Schulden. Schon nach wenigen Wochen wird die Zinslast geringer und Du hast mehr Geld frei. 
  3. Gerade in dieser Phase solltest Du die Augen offen halten und keine neuen Schulden machen. Ein Stuhl für nur 5 Euro, eigentlich kein Problem. Aber viele Möbelhäuser nutzen diese Strategie geschickt, um neue Möbel zu verkaufen. 
  4. Halte Dich also von Ratenzahlung fern, denn den Stuhl für nur 5 Euro im Monat würdest Du mit einem Tisch, weiteren Stühlen etc. etc. kombinieren.
  5. Wenn Du alle diese Schritte durchführst, dann wirst Du schon bald merken, wie die Schulden sich reduzieren und wie Du mit nur wenigen kleinen Schritten mehr Kaufkraft für andere Dinge übrig hast.

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