Foto: Shutterstock.com

Überweisung zurückziehen - Wie geht man vor?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Schnell ist es passiert, dass sich bei Überweisungen der Fehlerteufel einschleicht.
Ein Zahlendreher und das Geld geht auf ein anderes vor allem falsches Konto. Vorausgesetzt dieses falsche Konto existiert. Erschwerend kommt hinzu, dass die Banken nicht verpflichtet sind, zu prüfen ob Empfänger und Kontonummer übereinstimmen. Demzufolge machen die Banken dies in der Regel auch nicht. Das Geld wird einfach gebucht. Sofern die fehlerhafte Kontonummer nicht existiert hat man Glück und das überwiesene Geld kommt automatisch zurück.

Existiert das Konto, sieht die Sache schon anders aus. Hier gilt es nach Möglichkeit schnell zu handeln.

  1. Zunächst sollte man schnellstens, am besten innerhalb eines Tages, die eigene Hausbank kontaktieren und den Zahlendreher berichten. Die Empfängerbank ist der falsche Ansprechpartner und wird ohnehin keinerlei Auskunft geben. 
  2. Hat man schnell genug reagiert, stehen die Chancen gut, dass das Geld noch nicht auf dem falschen Konto verbucht wurde. 
  3. Die Hausbank wird in diesem Fall die Empfängerbank auffordern das Geld zurück zu buchen. Nach wenigen Tagen ist das Geld wieder auf dem eigenen Konto.
  4. Etwas komplizierter wird es, sollte man den Fehler erst spät bemerkt oder sich Zeit gelassen haben. Hier kann es passieren, dass das Geld auf dem falschen Konto bereits verbucht wurde. 
  5. Auch in diesem Fall ist noch immer die eigene Hausbank der passende Ansprechpartner. Die Empfängerbank wird weder bestätigen, ob das fremde und falsche Konto existiert, noch wer der Kontoinhaber ist. 
  6. Auch darf die Empfängerbank das Geld nicht mehr einfach zurück buchen. Jedoch wird zunächst die Hausbank mit der Empfängerbank versuchen, die Angelegenheit zu regeln. 
  7. Woraufhin die Empfängerbank den falschen Geldempfänger auffordern wird, das Geld zurück zu überweisen. Dazu ist er verpflichtet, denn das Geld gehört ihm rechtlich gesehen nicht.
  8. Kommt das falsche Empfänger dem nicht nach, bleibt in der Regel nur der Weg über einen Anwalt und ggf. eine Klage vor Gericht.

Kommentare