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Umtauschrecht von Weihnachtsgeschenken - Was sollte man beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Was nur wenn man absolut keinen Gefallen daran findet?

Eine hässliche Krawatte, ein Buch, das bereits seit Jahren im Bücherschrank steht oder Schuhe, die zu klein sind; mit all diesen Probleme werden wir Jahr für Jahr, nach dem Heiligen Abend aufs Neue konfrontiert.

Trotz reichlicher Wünsche, gab es wieder einmal nur Dinge, die man entweder bereits hat oder die einem nicht gefallen. Die einzige Lösung aus diesem Schlamassel ist der Umtausch, für den man jedoch erst einmal ganz vorsichtig und mit viel Feingefühl den Überbringer des Geschenkes nach dem Kassenbon fragen muss. Ist der Kassenbon erst einmal gefunden, sollte dem Umtausch doch eigentlich nichts mehr im Wege stehen oder?

Umtausch im Geschäft

  1. Leider nicht immer. Denn die weitverbreitete Annahme, dass Geschäfte Weihnachtsgeschenke umtauschen müssen, entspricht leider nicht den rechtlichen Grundlagen. 
  2. Wer die Ware im klassischen Geschäft vor Ort gekauft hat, der hat rechtlich gesehen keinerlei Anspruch auf einen Umtausch, außer im Vorfeld wurde ausdrücklich etwas Entsprechendes vereinbart. 
  3. Der Umtausch in einem traditionellen Einzelhandelsgeschäft obliegt alleine der Kulanz des Verkäufers bzw. der Geschäftsphilosophie des einzelnen Ladens. 
  4. Den Kassenbon sollte man auf alle Fälle mitbringen. Ohne diesen sinken die Umtauschchancen gegen null. 
  5. CDs und DVDs dürfen nicht schon geöffnet sein und der Umtausch von Unterwäsche gestaltet sich grundsätzlich problematisch. 
  6. Erklärt sich ein Geschäft aus Kulanzgründen zum Umtausch bereit, so erhält man meistens einen Gutschein über den Wert der gekauften Ware. 
  7. Das Geld bar auszahlen kommt so gut wie nie vor.


Umtausch im Internet

  1. Weihnachtsgeschenke im Internet umzutauschen läuft hingegen unproblematischer ab. 
  2.  14-tägiges Rückgaberecht, ohne Angabe von Gründen, ist einem hier gewiss. 
  3. Manche Online-Shops haben sogar spezielle Vereinbarungen in ihren AGBs festgehalten, bei denen die Rückgabefrist sogar noch deutlich länger ist. 
  4. In vielen Fällen werden für den Umtausch von im Internet bestellter Ware noch nicht einmal Versandkosten fällig. 
  5. Der Rückversand ist meistens für die Kunden kostenlos.


Alternativen zum Umtausch

  1. Wenn der Umtausch im Geschäft vor Ort trotz dem Drücken auf die Tränendrüse und jeder Menge guter Argumente nicht geklappt hat, oder die Frist für die Rückgabe von im Internet gekaufter Ware abgelaufen ist, müssen Alternativen her. 
  2. Man kann das Geschenk zum Beispiel einfach bei der nächsten, passenden Gelegenheit weiterverschenken. 
  3. Hierbei sollte man nur aufpassen, dass derjenige von dem man das Geschenk bekommen hat, hiervon nichts mitbekommt. 
  4. Eine andere Alternative ist der Verkauf im Internet. 
  5. Selbst, wenn man weniger für das Geschenk bekommt, als es eigentlich Wert ist, kann man mit dem Geld wenigstens etwas anfangen, wie sich zum Beispiel ein schönes, neues Geschenk kaufen.

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