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Wann kann ich Elterngeld beantragen? Habe ich Anspruch? 2012

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Sobald ein Kind unterwegs ist sind viele finanzielle Dinge zu klären: auch das Elterngeld.

Elterngeld war bis Ende 2007 auch als Erziehungsgeld bekannt. Seit Anfang 2007 erhalten alle Eltern, deren Kinder nach dem 1. Januar 2007 auf die Welt kamen, Elterngeld. Während das Erziehungsgeld, dazu da war, Eltern mit wenig finanziellen Mitteln unter die Arme zu greifen, ist das Elterngeld heute da, um berufstätige Eltern für das erste Jahr nach der Geburt ihr Gehalt zu ersetzen. So können Eltern sich entscheiden, ob Sie sich lieber um ihr Kind kümmern wollen oder doch weiter arbeiten gehen.

Um Elterngeld zu beantragen, gibt es folgende Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, wie:

  • Ständiger Wohnsitz in Deutschland
  • Zusammen mit Kind im Haushalt leben
  • Kind selbst betreuen und erziehen
  • Keine oder nur teilweise Erwerbstätigkeit ausüben

Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen.

Elterngeld muss rechtzeitig beantragt werden, denn rückwirkend werden nur die letzten drei Monate ab Monat vor der Antragsstellung ausbezahlt. Am besten vor der Geburt informieren ob Anspruch besteht, Anträge holen, fertigstellen, benötigte Kopien anfertigen und sofort nach der Geburt einreichen bzw. von Ehepartner abgeben lassen. Folgende Dokumente werden benötigt:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Ausweise der Eltern
  • Lohnnachweise der Eltern vor der Geburt des Kindes
  • Bescheinigung vom Arbeitgeber, dass Elternzeit gewährt wird
  • Krankenkassenbescheinigung über Mutterschaftsgeld (wenn vorhanden)
  • Bescheinigung vom Arbeitgeber, dass er das Mutterschaftsgeld bezuschusst (wenn vorhanden)
  • Zusätzlich können auch andere Dokumente gebraucht werden

  1. Elterngeld wird bei der Agentur für Arbeit bzw. bei der Elterngeldstelle beantragt. Hierzu muss ein Antrag ausgefüllt werden.
  2. Sie erhalten 65 %, mindestens 300 Euro, Ihres bisherigen Einkommens.
  3. Haben Sie zudem ein niedriges Einkommen, könnte für Sie zusätzlich die Geringverdiener-Komponente infrage kommen, das heißt, bei Eltern, die monatlich weniger als 1.000 Euro netto vor der Geburt ihres Kindes verdient haben, können mehr als 65 % erhalten.
  4. Haben Sie weitere Kinder, gibt es hier auch einen Geschwisterbonus von 10 % und mindestens 75 Euro.
  5. Zusätzlich kann das Elterngeld auf mehr als 12 Monate beantragt werden, hier wird das Elterngeld allerdings geteilt.
  6. Das Elterngeld wird auf Leistungen von der Agentur für Arbeit, z. B. Hartz4, angerechnet.
  7. Eine Beschäftigung neben dem Elterngeld ist möglich, maximal allerdings nur 35 Stunden die Woche. Das Gehalt wird teilweise angerechnet.
  8. Verdienen Eltern mehr als 250.000 Euro oder zusammen 500.000 Euro im Jahr, haben Sie keinen Anspruch auf Elterngeld.

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