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Wann kann man in die Alterspension gehen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Nach einem arbeitsreichen Leben freut sich ein Arbeitnehmer auf die Pension oder Rente.

  1. Nach einem arbeitsreichen Leben freut sich ein Arbeitnehmer auf die Pension oder Rente. Die Rente ist aber an einige Bedingungen geknüpft. Menschen, die nach dem 1. Januar 1964 geboren wurden, können nur abschlagsfrei ab einem Alter von 67 Jahren in Pension gehen. 
  2. Kann der Arbeitnehmer 35 Jahre Anrechnungszeit vorgeweisen, besteht die Möglichkeit, mit 63 Jahren in Rente zu gehen. Zu beachten ist aber, dass dann Abzüge fällig werden, die die Altersrente senken. Die Rente wird um 0,3 Prozent pro Monat gekürzt, den man früher in Rente geht. Bei fünf Jahren sind das zum Beispiel 18 Prozent. 
  3. Für besonders lange Versicherte gilt, dass nach einer Wartezeit von 45 Jahren mit 65 Jahren in Rente gegangen werden kann. Das Rentenrecht unterscheidet fünf verschiedene Arten von Rente: die Regelaltersrente, die Altersrente für langjährig Versicherte, die Altersrente für Frauen, die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit sowie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. 
  4. Was ist zu tun, um eine Pension oder Rente zu bekommen. Als erstes ist frühzeitig zu prüfen, ob es im persönlichen Rentenverlauf Fehlzeiten oder ungeklärte Zeiten gibt. Seit 2003 bekommt jeder Versicherte regelmäßig eine Renteninformation der Bundesanstalt für Angestellte bzw. von der Landesversicherungsanstalt (für Arbeiter). 
  5. Diese Information enthält Angaben über die bislang erworbenen Rentenanwartschaften, die Höhe der Rente wegen Erwerbsminderung, eine Hochrechnung der künftigen Altersrente und die bisher gezahlten Beiträge. Vor der Rentenantragstellung oder der Kündigung des Arbeitsverhältnisses sollte eine zeitnahe Rentenauskunft vorliegen, damit man weiß, wie hoch die Rente ausfällt und zu welchen Bedingungen man in Rente gehen kann. 
  6. Ratsam ist es, nicht früher als zwölf Monate vor dem beabsichtigten Rentenbeginn die Rentenauskunft anzufordern. Etwa vier Monate vor dem Beginn der Rente geht man zur Rentenstelle der Stadt- oder Gemeindeverwaltung seines Wohnsitzes und beantragt die Rente. 
  7. Dafür sind alle Rentenunterlagen (Versicherungsnachweise) nötig. Bei der Rentenstelle bekommt man zwei Formblätter. Auf dem einen gibt man das Ende der Beschäftigung an und auf dem zweiten bestätigt der Arbeitgeber das Ende der Beschäftigung. 
  8. Der Arbeitgeber bescheinigt auf dem Formblatt das Jahreseinkommen vom Vorjahr, vom laufenden Jahr bis drei Monate vor Rentenbeginn, aber höchstens für drei Monate das voraussichtliche Einkommen bis zum Rentenbeginn. 
  9. Zu beachten ist, dass vor Antritt der Rente der noch zustehende Urlaub genommen werden muss, da er sonst verfällt.

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