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Was heißt Inkasso? - Eine Erklärung zu Inkassobüros

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
Üblicherweise hat man es nicht gerne mit Inkassobüros zu tun...

Das Internet bietet heute eine schier unendliche Fülle an attraktiven Angeboten und Service- und Dienstleistungen. Auch im Shop um die Ecke werden Produkte angeboten, die den einen oder anderen dazu "verführen", zuzugreifen und Geld dafür auszugeben. Gerne machen Verbraucher auch von der Option der Ratenzahlung Gebrauch, was die am Markt existenten Angebote mitunter gleich noch verlockender werden lässt. So viel Flexibilität lädt zum "Geld ausgeben" geradezu ein.... Was aber tun, wenn die Mittel begrenzt sind und die Kosten das zur Verfügung stehende Budget überschreiten? Die Anbieter wollen dennoch ihr Geld. Erfolgt selbst nach mehrmaliger Anmahnung kein Geldeingang, werden Inkasso-Büros eingeschaltet. So steigen die Kosten für den Verbraucher noch weiter an...

  • Wer es mit einem Inkasso-Büro zu tun bekommt, muss gewiss nicht damit rechnen, dass "russische Geldeintreiber", so wie es oft in schlechten Kriminalfilmen gezeigt wird, eines Tages vor der Tür stehen. 
  • Sondern dem Schuldner wird in den meisten Fällen durchaus die Möglichkeit geboten, flexible Rückzahlungsmodelle in Anspruch nehmen zu können. Die Option der Ratenzahlung ist dabei also durchaus gegeben. 
  • Allerdings ist ein solches "Entgegenkommen" von Seiten der Inkasso Büros nicht kostenlos. Ganz im Gegenteil: die Zinsen, Verwaltungskosten, Säumniszuschläge und so weiter können den ursprünglichen Rechnungsbetrag durchaus auf den doppelten oder gar dreifachen Betrag anheben. 
  • Aus diesem Grund sollte sich der Schuldner wohlüberlegen, ob er der Forderung, die Rechnung (endlich) zu begleichen, nicht doch schnellstmöglich nachkommen will.

Ein Inkasso Büro kann nicht ohne Weiteres eingeschaltet werden. Vielmehr müssen - ehe ein solcher Schritt gegangen werden darf - die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • eine ordnungsgemäße Rechnung vom Anbieter an den Kunden muss gestellt worden sein
  • die Zahlungsfrist muss überschritten sein
  • der Anbieter muss dem Kunden ein Erinnerungsschreiben sowie zwei Mahnungen zugestellt haben
  • ein Hinweis im Mahnschreiben auf die geplante Einschaltung eines Inkasso Büros muss erfolgt sein

  1. Häufig kommt es vor, dass die Unterstützung von Inkasso Büros im Falle unerledigter Forderungen in Anspruch genommen wird.
  2. So obliegt es in der Regel dem Gläubiger selbst, für welches Inkasso Büro er sich entscheidet.
  3. In jedem Fall ist der Einsatz einer solchen Institution mit hohen Zusatzkosten für den Schuldner verbunden.
  4. Gelingt es auch durch den Einsatz eines Inkassobüros nicht, die Forderung erfolgreich einzutreiben, werden weitere Schritte in die Wege geleitet.
  5. Mahnbescheide, Schreiben vom Amtsgericht und so weiter "landen" sodann im Briefkasten - bis eines Tages der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und versucht, das Geld vom Schuldner einzuholen.
  6. Kann mit diesem ebenfalls keine Einigung erzielt werden, hat der sogar die Möglichkeit, bestimmte (hochwertige) Gegenstände aus der Wohnung des Schuldners zu pfänden.

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