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Was ist bei einem Grundstückskauf zu beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Hat man nun ein Grundstück gefunden, welches seinen Wünschen entspricht, so sollte...

Der Traum vom Eigenheim! Wer ein Haus selbst errichten möchte, der muss sich zunächst um ein Fleckchen Erde bemühen auf der er seinen Traum erfüllen kann. Ziel ist es natürlich ein Grundstück zu finden, welches sich in einer schönen Lage befindet und zudem noch einen angemessen Preis hat. Doch um nicht einige teure Überraschungen zu erleben, sollte man sich vor dem Kauf genaue Informationen zu dem Grundstück einholen. 
Baugrundstücke werden von Privat oft über Tageszeitungen oder in Internetanzeigen angeboten, Auch bei Immobilienmaklern lohnt sich eine Anfrage, welche Baugrundstücke sie anzubieten haben. Oft lohnt sich auch die Anfrage bei der Stadt selbst, die häufig Baugrundstücke zum Verkauf oder auf Erbpacht anbietet. Hat man nun ein Grundstück gefunden, welches seinen Wünschen entspricht, so sollte man vor dem Kauf unbedingt einige Dinge abklären

Ein Grundstück kaufen

  1. Planen Sie nicht nur für den Moment, sondern blicken Sie auch in die Zukunft! Ihre Kinder werden größer, wie sieht es mit Schulen und Kindergärten in der Nähe aus. Informieren Sie sich über die Infrastruktur in der Gegend!
  2. Lärmbelästigung ist oft ein großes Thema beim Grundstückskauf. Achten Sie auf Gewerbebetriebe in der Nähe, stark befahrene Straßen, Flugplätze, Tierheime und Sport- und Spielplätze.
  3. Ein Blick in den Bebauungsplan, der bei der zuständigen Kommune ausliegt, gibt Aufschluss darüber, wie die Bebauung aussehen darf. Wieviel des Grundstücks darf überhaupt bebaut werden und wieviele Etagen dürfen errichtet werden?
  4. Aus der Landesbauordnung können Sie zudem wichtige Informationen entnehmen, wie beispielweise der Geäudeabstand zu Nachbargrundstücken. Beachten Sie dabei auch die Auflagen für die Nachbargrundstücke, denn hier könnte unter Umständen ein großer Wohnblock errichtet werden.
  5. Der Preis sollte mit der Lage und der Größe des Grundstücks konform sein. In Ballungszentren sind die Preise deutlich teurer als in ländlichen Gegenden. Auch die Nutzungsmöglichkeiten spielen beim Preis eine erhebliche Rolle. Bei einem Schnäppchenangebot, sollten Sie daher unbedingt ganz genau hinschauen!
  6. Ein Blick in das Grundbuch gibt Aufschluss darüber, ob eventuell Nachbarn einen Fahr- oder Wegerecht haben. Hier finden sich auch Hinweise über eventuelle Gefährdungen durch Hochwasser und zu dem vorhandenen Grundwasser. Die sind alles Dinge, die eine Einschränkung in der Nutzung des Grundstückes darstellen können. Im Zweifelsfall sollte hier ein Sachverständiger zurate gezogen werden.
  7. Wie steht es mit der Bodenqualität des Grundstückes? Hier hilft das Altlastenkataster, denn man erfährt hierüber über die Vornutzung des Grundstückes. War dort vorher vielleicht ein Standort der Industrie, eine Tankstelle oder eine Mülldeponie? - Prüfen Sie, ob der Boden des Grundstückes eventuell verseucht sein könnte. 
  8. Sind alle Dinge geklärt und Sie haben sich für ein Grundstück entschieden? - Dann führt Sie der nächste Weg zum Notar. Hier wird der Kaufvertrag geschlossen und notariell beurkundet. Der Notar kümmert sich um alles weitere, wie die Eintragung ins Grundbuch. Wichtig: Eigentümer des Grundstückes ist man erst dann, wenn auch die Umschreibung im Grundbuch erfolgt ist! Daher sollte der Kaufpreis auch nicht direkt an den Verkäufer entrichtet werden, sondern zu ihrer eigenen Sicherheit auf ein Notaranderkonto!

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