Foto: Shutterstock.com

Was ist der Reallohn?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Der Reallohn ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre.

Der Nominallohn und der Reallohn

  • Der Reallohn ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre. Zur Grundkenntnis ist die Definition des Nominallohnes für dich unbedingt notwendig. Nominallohn ist das in Geldeinheiten gezahlte Arbeitsentgelt für die erbrachte Arbeitsleistung.
  • Am konkreten Beispiel: 1000 €/Monat, 3000 SFR/Monat, 4000 $/Monat für die geleistete Arbeit.
  • Auf dem Markt, wo Angebot und Nachfrage zusammentreffen, wird der Nominallohn in Kaufkraft umgewandelt.
  • Wie viel nun vom Nominallohn als Kaufkraft eingesetzt werden kann, beantwortet dir der Reallohn. Er drückt aus wie viel des Nominallohnes nun tatsächlich bei den gegebenen Lebenshaltungsbedingungen in Güter umgesetzt werden kann. 
  • An einem Beispiel erklärt. Du verdienst derzeit 400,- pro Monat. Die Preissteigerungen von 5 % verzeichnen einen Kaufkraftverlust, der dir durch eine Lohnerhöhung von 5% gleichgestellt werden müsste, sodass du pro Monat genau die gleiche Gütermenge einkaufen kannst.
  • Würden die Preissteigerungen den Nominallohnzuwachs prozentual übersteigen, ergäbe sich eine Reallohnminderung um die Prozentpunkte, die unterschritten werden. Vice versa (umgekehrt) würde sich eine Reallohnsteigerung ergeben.
  • Preissteigerungen ergeben sich auf Grund des Werteverlustes (Inflation), die wiederum zu Anpassungen an den Löhnen führen müssen. Arbeitnehmerverbände und Gewerkschaften sorgen für eine gerechte Lohnfindung im Einklang mit den Preissteigerungen, um Schwankungen im Reallohn zu verhindern. Der Reallohn ist also ein Maßstab für die Kaufkraft der Löhne.
  • In Deutschland ist der Reallohn leider rückläufig. Wie am obigen Beispiel erklärt übersteigen auf Grund der Inflation die Preissteigerungen, die Lohnerhöhungen, sodass in Deutschland eine Reallohnentwicklung von derzeit -0,8% vorhanden ist.

Kommentare