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Was ist eine Krankenversicherung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Eine Krankenversicherung ist eine Absicherung des Versicherungnehmers gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen

Eine Krankenversicherung ist eine Absicherung des Versicherungnehmers gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie etwa Krankheiten, Knochenbrüche oder Mutterschaft. Der Versicherunggeber gewährleistet, die Folgekosten von z.B. Behandlungen und Therapien teilweise oder vollständig zu übernehmen. Die Krankenversicherung wird über monatliche Beiträge seitens des Versicherten bezahlt und ist Teil des Gesundheitssystems, das länderübergreifend in seiner Struktur teilweise stark variiert. In Deutschland gibt es die privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen, die abhängig vom Gehaltsgefüge oder dem Berufsstatus gewählt werden können und Teil des Sozialsystems sind. Jeder Bürger ist laut Gesetz dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen mögliche Krankheitsfälle abzuschließen. 

Krankenversicherung in Deutschland

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist neben der Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems, dass im Jahre 1883 von Otto von Bismarck gegründet wurde. Es gilt bis heute als Meilenstein der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Sie basiert auf dem Solidaritätsprinzip, was bedeutet, dass der Bemessungsbeitrag abhängig ist von der jeweiligen Einkommenshöhe und nicht wie bei der privaten Versicherung vom Alter oder dem Gesundheitsstatus des Versicherten. Alle Personen, die über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegen, können sich privat versichern lassen. 

Bemessungs- und Einkommensgrenzen ab 2013:


Versicherungspflichtgrenze Monat: 4.350 Jahr: 52.000 (in Euro) 
In Deutschland sind ungefähr 85 % der Bevölkerung Teil der gesetzlichen Krankenversicherung, zu dessen größten Anbietern die Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) oder Betriebskrankenkassen (BKK) gehören. Die restlichen 15 % sind privatversichert und gehören Unternehmen wie der Allianz, Generali oder Axa an. Die Leistungen der jeweiligen Versicherungen unterscheiden sich nicht nur in der Höhe der Kassenbeiträge, sondern können auch im Leistungsangebot variieren. Wie z.B. Zusatzversicherungen für Zähne oder Prothesen verschaffen dem Versicherten zahlreiche Möglichkeiten sich gegen gesundheitliche Schäden individuell abzusichern. Das Leistungsspektrum der Assekuranzen kann äußerst vielfältig und einfallsreich sein.

 

Vergleiche im deutschprachigen Raum

So wie in Deutschland, sind auch in Österreich und der Schweiz die Absicherungen gegen Krankheitsfälle gesetzlich vorgeschrieben.

 

In Österreich gibt es zwei Versicherungsarten:

  • Pflichtversicherung (Versicherungsgeber nicht frei wählbar) 
  • Zusatz- oder Privatversicherung (bietet Zusatzleistungen an)


Auch in der Schweiz gibt es wie in Deutschland und Österreich zwei verschiedene Versicherungsarten:

  • obligatorische Grundversicherung (gesetzlich vorgeschriebene Leistungen)
  • Privatversicherung als freiwilliger Zusatz


Die USA als Gegenstück des sozialen Gesundheitssystems:

  • Die Vereinigten Staaten von Amerika hingegen können kein gesetzliches Krankenversicherungssystem nachweisen, sodass sich nur der wohlhabendste Teil der Bevölkerung rundum versichern kann.
  • Vom Staate vorgeschriebene Absicherungen gegen Krankheitsfälle konnten bis heute nicht durchgesetzt werden. 

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