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Was ist eine Rechtsschutzversicherung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Unter dem Begriff Rechtsschutzversicherung wird eine Versicherungsart bezeichnet, welche auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden kann.
Somit zählt die Rechtsschutzversicherung nicht zur Pflichtversicherung und ist eine freiwillige Absicherung. Es gibt unterschiedliche Arten und Möglichkeiten, wie eine derartige Versicherung aufgebaut werden kann. Die gängigste Variante ist der allumfassende Rechtsschutz, welcher beinahe jede Lebenslage abdeckt - bis auf Ehescheidungen.

Rechtsschutzversicherung - genauere Hintergründe

  • Idealerweise eignet sich die Rechtsschutzversicherung für all jene Personen, welche über eine Immobilie bzw. ein Objekt verfügen, ein Auto lenken oder selbständig tätig sind. Vor allem für Besitzer von Eigenheimen ist eine derartige Versicherung von Vorteil, da hier auch sehr wohl der Nachbarschaftsstreit oder auch Probleme mit Firmen abgedeckt sind.
  • Der Rechtsschutz als KFZ Lenker bedeutet, dass die Versicherung etwa bei Unfällen greift. Alle Faktoren, welche die Straßenverkehrsordnung betreffen, sind somit in der Versicherung abgedeckt. Auch Selbständige haben den Vorteil, dass sie mit einer Rechtsschutzversicherung gegenüber Auftraggebern abgesichert sind.
  • Es gibt Versicherungsformen, welche besagen, dass der Versicherungsnehmer und alle Personen, welche im Haus des Versicherungsnehmers gemeldet sind, automatisch bei der Rechtsschutzversicherung mitversichert sind.
  • Ebenfalls gibt es Rechtsschutzversicherungen, welche auch das Arbeitsrecht inkludieren. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn der Versicherungsnehmer unrechtmäßig gekündigt bzw. entlassen wird bzw. eventuell einen Prozess gegen das eigene Unternehmen führen möchte (etwa auf Grund von Nichtbezahlung oder anderen Schwierigkeiten innerhalb des Berufs).
  • Wer eine derartige Versicherung abschließt sollte darauf achten, dass eine freie Rechtsanwaltswahl besteht. Viele Versicherungen bieten die Möglichkeit an, dass für eine geringere Prämie nur eigene Partner verwendet werden dürfen. Dieses Angebot sollte nicht in Anspruch genommen werden, da bei einem Prozess gegen die eigene Versicherung somit der Partneranwalt der Versicherung den Versicherungsnehmer vertreten muss.
  • Der Versicherungsnehmer muss zudem darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug ist. Prozesskosten können die 100.000 Euro Grenze leicht übersteigen, sodass hier nicht gespart werden sollte. Ist nämlich die Versicherungssumme zu gering angesetzt, muss der Versicherungsnehmer für die restlichen Prozesskosten aufkommen.
  • Es gibt keinen Rechtsschutz, der etwa eintritt, wenn es sich um das Eherecht bzw. um eine Scheidung handelt. Hier muss der Versicherungsnehmer alle Kosten selbst tragen.

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