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Was kann man von der Steuer abschreiben?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Wer Steuern sparen möchte, muss die Bemessungsgrundlage zur Steuerfestsetzung so gering...

Besteuerungsgrundlage

  1. Wer Steuern sparen möchte, muss die Bemessungsgrundlage zur Steuerfestsetzung so gering wie möglich halten. Zur Festsetzung der Einkommensteuer eines jeden steuerpflichtigen Bürgers und Bürgerin mit Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Deutschland dient das zu versteuernde Einkommen. 
  2. In der Berechnungshierarchie steht diesem das Einkommen bzw. der Gesamtbetrag der Einkünfte vor. Der Betrag ergibt sich aus sieben Einkunftsarten. 
  3. Nach §2 des Einkommensteuergesetzes unterscheidet der Gesetzgeber Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstigen Einkünften. 
  4. Die jeweiligen Einkünfte ergeben sich aus dem entsprechenden Einkommen oder den Umsatzerlösen abzüglich der Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Arbeitnehmer, Vermieter und Kapitalanleger erfassen ihre Werbungskosten, um ihre Einkünften als Überschuss bzw. Gewinn zu ermitteln. 


Die Steuererklärung

  1. Arbeitnehmer und Rentner können alle notwendigen Angaben sofort in die Formulare der Steuererklärung eintragen. Der Mantelbogen mit den Anlagen N und R ist dabei auszufüllen. Neben dem Einkommen, sind die Ausgaben anzugeben. Das sind unter anderen Fahrten zur Arbeit, Dienstreisen, Verpflegungsmehraufwand bei Dienstreisen, Einsatzwechseltätigkeit und doppelter Haushaltsführung. 
  2. Bei Arbeitsmittel wie Computern, kommt ein Wertverzehr zum Ansatz. Diese Abschreibung mindert als Aufwand das Einkommen und verringert somit die Steuerbelastung. Eine Software kann hilfreich sein, die bis zu 40 Seiten der Anlagen auszufüllen. 
  3. Die Vollständigkeit und Schlüssigkeit der Angaben gewährleisten eine zügige Bearbeitung durch die personell unterbesetzten Finanzämter. Während bei der per Post abgegebenen Steuererklärung alle Belege mit einzureichen sind, kann mit der elektronischen Erklärung darauf verzichtet werden. 
  4. Freiberufler und Gewerbebetriebe errechnen ihre Einkünfte über eine Gewinnermittlung. Dabei sind Buchführungsprogramme von Nutzen. Alle betrieblichen Erlöse und der betrieblich verursachte Aufwand werden erfasst. 
  5. Zum Unternehmen gehörende Wirtschaftsgüter sind abzuschreiben. Der Unternehmer wendet die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 410 Euro sowie die Poolabschreibung der Anlagegüter bis 1.000 Euro an. 
  6. Die lineare Abschreibung oder die degressive Abschreibung ist für Wirtschaftsgüter über 1.000 Euro Nettoanschaffungskosten vorgeschrieben. Der Gewinn bzw. Verlust wird in die Steuerformulare eingetragen. 


Abgabe der Formulare

  1. Die Anlagen G, S oder EÜR sind für Einzelunternehmer und Personengesellschaften auszufüllen. Juristische Personen wie GmbH´s geben die Körperschaftsteuererklärung ab. Neben den amtlich vorgeschriebenen Formularen, müssen bilanzierungspflichtige Unternehmer einen Jahresabschluss beim Finanzamt einreichen. 
  2. Die gesetzliche Abgabefrist beträgt fünf Monate nach Ende des Veranlagungsjahres. Die Belege über den Geschäftsbetrieb brauchen nicht vorgelegt werden. Diese Unterlagen sind bis zu zehn Jahre aufzubewahren. Während dieser Zeit können Außenprüfer der Finanzämter die Angaben in den Betrieben kontrollieren. 
  3. Ab dem Wirtschaftsjahr 2011 müssen Unternehmer ihre Jahresabschüsse den Finanzbehörden elektronisch übermitteln.

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