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Welche Unterlagen braucht der Notar bei einem Wohnungskauf?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Beim Termin mit dem Notar sind einige Unterlagen erforderlich, um den Wohnungskauf abzuschließen.

Sowohl die Wohnungssuche als auch der Wohnungskauf stellen ein nicht immer leichtes Unterfangen dar, bei dem Verbraucher nichts dem Zufall überlassen dürfen. Um nun einen Fehlkauf zu vermeiden, müssen bestimmte Kriterien und Aspekte in Betracht gezogen werden. Insbesondere beim Termin mit dem Notar sind einige Unterlagen erforderlich, um den Wohnungskauf abzuschließen.

Bitte beachten

  • Alles, was mit dem Wohnungskauf in Zusammenhang steht, muss in der notariellen Urkunde vollständig und wahrheitsgetreu vorzufinden sein
  • Der Notar muss im Voraus über alle Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer, wie beispielsweise Renovierungsmaßnahmen oder die Übernahme von Möbelgegenständen, informiert werden.
  • Vor der Beurkundung sollte der Käufer einen Vertragsentwurf anfordern, um etwaige Fehler zu beheben oder Ergänzungen durchführen zu können. 
  • Der Kaufinteressent muss er zudem mit Hilfe des Lageplans die Wohnungsgröße kontrollieren.
  • Bei einer vermieteten Wohnung muss der Käufer sich im Vorfeld um Mietpreisvereinbarungen, Kündigungsmöglichkeiten und Regelungen um die Nebenkosten kümmern.
  • Wichtig ist auch die Überprüfung, ob alle vorgeschrieben Versicherungen abgeschlossen wurden.

Dinge die benötigt werden

  • genügend Zeit
  • Dokumente und Papiere
  • gegebenenfalls Internet

Diese Unterlagen sind beim Wohnungskauf enorm wichtig

  1. Benötigt werden Fotos von der Außen- und Innenansicht der Wohnung. Insbesondere sollten hierbei auch der Bodenbelag, Badezimmerausstattung oder auch der Fliesenspiegel in der Küche fotografiert werden, um im Fall von Missständen Aussagen überprüfen zu können.
  2. Für den Wohnungskauf werden auch Einkommensnachweise in Form von Lohn- und Gehaltabrechnungen oder Einkommenssteuerbescheide benötigt.
  3. Eine weitere Unterlage, die für den Wohnungskauf von besonderer Bedeutung ist, stellt der Grundriss der Wohnung mit den genauen Angaben dar. Lageplan und Flurkarte von der Wohnung und dem Grundstück können im zuständigen Katasteramt eingefordert werden.
  4. Auch sollte ein Aufteilungsplan der Eigentümergemeinschaft nicht außer Betracht gelassen werden. Aus dem Plan ist genau zu ersehen, wie groß jede Wohnung ist und was zu ihr gehört, wie beispielsweise Gartenfläche, Kellerräume oder auch ein Parkplatz.
  5. Für den Wohnungskauf beim Notar ist auch ein aktueller Grundbuchauszug erforderlich, um die Eigentumsverhältnisse nachweisen zu können. Der Auszug ist beim Grundbuchamt erhältlich.
  6. Des Weiteren braucht der Notar für die Beglaubigung auch den aktuellen Grundbesitzabgabebescheid der jeweiligen Gemeinde. Der Bescheid gibt hierbei Auskunft über den Grundsteuerbetrag, der jährlich bezahlt werden muss. 
  7. Zusätzlich bei Krediten ab einer Summe von 25.000 Euro muss ein Brandversicherungsnachweis vorgelegt werden, der bei der zuständigen Versicherung ausgestellt werden kann.
  8. Auch von Bedeutung ist ein Besichtigungsbericht des Finanzierungsberaters.

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