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Wert von Briefmarken: Wie man den maximalen Wert erreichen kann

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wie verkauft man Briefmarken am besten?

Hat man bereits eine ordentliche Sammlung an Briefmarken erreicht, möchte man natürlich auch wissen, was genau diese Marken nun wert sein könnten.

 

Erste Anlaufstelle können hier Briefmarkenkataloge darstellen, die wiederrum nach Ländern oder Thematik sortiert sein können. Man schlägt das jeweilige Objekt nach und erhält einen Richtpreis.

 

Außerdem kann man zu Briefmarkenhändlern gehen und nachsehen, was diese für das Objekt verlangen würden. Weiters kann man sich an Ruf- und Kaufpreisen bei Briefmarken-Auktionen orientieren. Zu beachten ist hier, dass Händler natürlich einen etwas höheren Preis verlangen werden - Serviceleistungen sind hier eingerechnet.

Wie sich der Wert einer Briefmarke zusammensetzt

Auch bei Briefmarken ergibt sich der Marktwert grob gesagt aus dem Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. Die vorhandene und sich im Umlauf befindende Menge ist ausschlaggebend. Ist die Auflage enorm groß wird die Briefmarke natürlich einen geringerne Wert erzielen, als äußerst rare Objekte.

Beispielsweise hat die Schilling-Marke in Österreich einen enormen Wertverfall erlitten, da sie nach 1955 keine Postgültigkeit mehr aufweisen kann. Die Post hat die Briefmarke nicht mehr als identitiätsstiftendes Kulturgut vermarktet, sondern als reines Produkt produziert und somit für Philatelisten sozusagen deklassiert. Die Auflagengröße war damals außerdem vergleichbar mit jener sowjetischer Briefmarken.

 

Wie man den maximalen Wert einer Marke erreichen kann

Möchte man eine Marke oder eine Sammlung verkaufen, so sollte man allen voran auf die Qualität achten und die Marken richtig lagern (nicht übereinander wegen Lagerdruck, keiner Feuchtigkeit aussetzen, nicht in Keller, Küche, Dachboden liegen lassen). 

In Verkaufssituationen sollte man jedenfalls ruhigen Kopf bewahren und nichts überstützen. Idealerweise wendet man sich an einen Sammler, den man bereits jahrelang kennt, mit dem man ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat und somit einen guten Preis bietet. 

Keinesfalls sollte man einfach das Telefonbuch aufschlagen und an den erstbesten Abnehmer verkaufen.

Um den möglichen Wert zu ermitteln empfiehlt es sich immer, mehrere Meinungen einzuholen. Diese Meinungen können beträchtlich variieren, der Durschnitt daraus ergibt einen guten Richtwert.

Einen Vorteil bieten hier Auktionshäuser: Garantiert faire Preise bei ebenso fairem Wettbewerb. Wenn man Laie ist und eine Briefmarkensammlung veräußern möchte, sind rennomierte Auktionshäuser umso mehr zu empfehlen, da diese in der Regel jahrelange Erfahrung mit dem Auflösen von Sammlungen haben.

 

Besondere Objekte seperat anbieten

Ein weiterer guter Tipp ist es, Verkäufe in Bausch und Bogen zu vermeiden. Hat man mehrere Länder in der Sammlung sollten diese getrennt werden. Zum Beispiel wäre es für den Erlös vermutlich nicht sehr förderlich, wenn man eine Sammlung mit Spanien und der Schweiz zusammen anbietet.

Man sollte daher auch immer prüfen, ob es besondere Objekte in einer Sammlung gibt. Briefmarken, die über "das Normale" hinausgehen (Farbendruck ausgeblieben, anderes Wasserzeichen, ...) sollten immer seperat veräußert werden.

Es gibt Auflagen, in denen 95% Wasserzeichen A und 5% Wasserzeichen B aufweisen. In anderen Fällen kann das Hochformat 140€ erzielen, das Breitformat hingegen mehrere 1.000 €.

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