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Wie erstellt man einen Businessplan?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Wer sich beruflich selbständig machen will oder plant seinen Betrieb zu erweitern benötigt eine BP.

Wer sich beruflich selbständig machen will oder plant seinen Betrieb zu erweitern, der benötigt einen Businessplan. Dieses ausgefeilte Konzept soll die Umsetzung einer Geschäftsidee in der Praxis darstellen. Der Businessplan dient der eigenen Planungssicherheit. Er ist aber auch bei der Beantragung von öffentlichen Fördergeldern und der Anfrage nach privatwirtschaftlichen Krediten unerlässlich.

  • Viele Businesspläne werden von Förderinstituten und Banken abgelehnt, weil die Präsentation durch den Existenzgründer mangelhaft ist. 
  • Man sollte daher sein Konzept gründlich auf Widersprüche prüfen, die zu Missverständnissen und unangenehmen Gegenfragen führen könnten. 
  • Am besten trägt man seinen Businessplan Freunden und Bekannten vor, um mögliche Denkfehler und Unstimmigkeiten frühzeitig auszumerzen. 
  • Hierbei lernt man auch seine Präsentationstechnik zu verbessern und sein Gegenüber für die eigene Geschäftsidee zu begeistern.

  • Vor Erstellung eines Businessplans verfasst man am besten eine Checkliste. Diese sollte kritische Fragen hinsichtlich der persönlichen Kompetenz enthalten. 
  • Außerdem müssen die finanziellen Möglichkeiten realistisch abgewogen werden. Eine eingehende Marktanalyse wägt Chancen und Risiken bei der Existenzgründung ab. 
  • Nicht zuletzt ist der Aufwand abzuschätzen. Bewältigt man den Geschäftsbetrieb alleine oder ist man auf Partner angewiesen? Sind Angestellte nötig und woher bekomme ich kompetente Mitarbeiter? Außerdem müssen eventuell folgende Unterlagen vorbereitet werden: tabellarischer Lebenslauf, Gutachten, Patentrechte sowie der Entwurf von Gesellschafts-, Pacht- und Kooperationsverträgen.

  1. Ein Businessplan gliedert sich in mehrere Unterpunkte. Am Anfang steht eine Zusammenfassung, die die Geschäftsidee kurz erläutert. Es sollten die Chancen und Risiken allgemein abgewogen werden. Der Gesamtkapitalbedarf und der Name des Unternehmens müssen erwähnt werden. Der Zeitpunkt der Gründung und die Geschäftsziele werden hier mit angegeben.
  2. Der nächste Abschnitt gibt Auskunft über die Gründerperson. Die persönliche Qualifikation und Berufserfahrung wird genannt. Branchenkenntnisse des Gründers sowie die individuellen Stärken werden dargestellt. Persönliche Schwächen sowie fachliche Unzulänglichkeiten werden erwähnt und Maßnahmen zur Behebung wie beispielsweise Qualifizierungsmöglichkeiten oder Hilfe durch Spezialisten aufgeführt.
  3. Daraufhin wird das Produkt, das man herstellt, oder die Dienstleistung, die das Unternehmen anbietet, ausführlich vorgestellt. Die Kunden- und Konkurrenzstruktur wird gründlich analysiert. Die Preisstrategie und die Kalkulation werden offengelegt. Man beschreibt geplante Werbeaktionen und geht auf die dafür anfallenden Kosten ein. Es folgt ein Abschnitt über die Rechtsform des Unternehmens, die betriebliche Organisation und die potentiellen Mitarbeiter.
  4. Besonders wichtig ist das Kapitel über die Finanzierung. Es werden die Lebenshaltungskosten angegeben und Absicherungsmöglichkeiten für Risiken wie Krankheit oder Unfall aufgeführt. Man muss den Kapitalbedarf des Unternehmens in einem Investitionsplan darlegen und daraus einen Finanzierungsplan ableiten. Als letzter Punkt folgt die Ertragsaussicht und die Rentabilitätsrechnung für die nächsten drei Geschäftsjahre.

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