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Wie funktioniert ein Lastschriftverfahren?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Unter Lastschriftverfahren versteht man Zahlungen, die vom Empfänger selbst ausgelöst werden.
Geldschulden sind eigentlich eine Bringschuld. Beim Lastschriftverfahren wird jedoch die Verantwortung getauscht und Deine Zahlung wird zur Holschuld. Es gibt zwei Arten der Lastschrift: die Einzugsermächtigung und den Abbuchungsauftrag.

  • Du solltest übrigens regelmäßig Deine Kontoauszüge prüfen. Es kann mal passieren, dass Dir ein falscher Betrag abgebucht wird. 
  • Du kannst dann innerhalb von 6 Wochen, nachdem Du das entdeckt hast, widersprechen und erhältst dann eine Gutschrift. 
  • Wenn Du Opfer von Betrügern geworden bist oder eine Abbuchung vorgenommen wurde, ohne dass Du sie autorisiert hast, stehen Dir sogar 13 Monate zur Verfügung, um eine Korrektur zu erreichen.
  • Derjenige, der eine Lastschrift auslöst, muss beweisen, dass ihm die Unterschrift des Zahlungspflichtigen vorliegt. 
  • Umgekehrt müssen auch Widersprüche nachgewiesen werden. Daher empfiehlt es sich, Widersprüche per Einschreiben vorzunehmen, um sie auch beweisen zu können.

Abbuchungsaufträge:

  1. Abbuchungsaufträge sind typisch für Zahlungen in Geschäften, wenn Du auf der Rückseite des Kassenzettels unterschreibst. 
  2. Diesen gibt das Geschäft an seine Bank, von da geht es elektronisch an Deine Bank, die wiederum die Belastung auf Deinem Konto vornimmt.

Einzugsermächtigung:

  1. Bei der Einzugsermächtigung zieht der Zahlungsempfänger zu bestimmten Terminen Geld von Deinem Konto ein. 
  2. Diese Vorgehensweise ist typisch für Leasingverträge, Miete oder Strom. 
  3. Dazu erteilt der Zahlungsempfänger seiner Bank den Auftrag, die ihn wiederum an Deine Bank weiter reicht. Der Betrag wird dann auf Deinem Konto belastet. 
  4. Doch Vorsicht:
  5. Aufträge werden nicht immer ausgeführt. Wenn Du keine ausreichende Deckung auf dem Konto hast, geht die Lastschrift an den Einreicher zurück. 
  6. Das kann teuer werden. Denn zu der nun offenstehenden Forderung kommen zusätzlich noch Gebühren für beide Banken sowie Mahnkosten des Empfängers hinzu.

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