Foto: Shutterstock.com

Wie kam es zur EU Finanzkrise?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Alle Welt spricht von der EU-Finanzkrise, viele sprechen darüber, wenige wissen warum es sie gibt.

Alle Welt spricht von der EU-Finanzkrise, viele sprechen darüber, wenige wissen warum es sie gibt und niemand weiß wie sie zu bewältigen ist.

Aber wodurch ist die EU Finanzkrise überhaupt entstanden? Gibt es den oder die Schuldigen überhaupt. Oder ist eben alles unser unvermeidliches Schicksal, welches wir in Demut hinnehmen müssen ? 

Wohl kaum! Denn schon bei der Aufnahme Griechenlands in die EU-Währungsgemeinschaft hat Griechenland leider nicht mit offenen Karten gespielt. Das Haushaltsdefizit war geschönt und somit hätte die Aufnahme nach EU-Kriterien gar nicht erst erfolgen dürfen.

Allerdings auch ohne Griechenland wäre die EU-Finanzkrise unvermeidbar geworden. Denn Lehmann-Pleite, Turbulenzen an den Aktienmärkten ,Banken-und Finanzkrise sowie teilweise politisches Unvermögen und falsch verstandenes Nationaldenken, haben Europa an den Rand des finanziellen Abgrunds geführt.

  • Man kann daher sagen, dass nicht die eine, große Fehlentscheidung oder die eine, große politische Dummheit, ebenso nicht wie alleine die finanziellen Turbulenzen, zu dieser prekären Entwicklung geführt haben.
  • Nämlich alle vorgenannten Faktoren zusammen genommen sowie teilweise auch politisches und wirtschaftliches Unvermögen haben wie die Mosaiksteine eines Puzzles diese traurige Entwicklung herbeigeführt.

  1. Als Resume lässt sich daher festhalten, dass eine von Beginn an zu lasche Handhabung der europäischen Stabiltätskriterien, im Zusammenspiel mit tatsächlichen wirtschaftlichen Problemen sowie politischen als auch finanzpolitischen Fehlentscheidungen, zu der aktuellen Entwicklung beigetragen haben. 
  2. Ob sich diese verfahrene Lage durch einen Schuldenschnitt für Griechenlands Schulden oder sogar durch einen "Rausschmiss" aus der Währungsunion lösen lässt, steht zumindest nach aktuellem Stand der Dinge noch in den Sternen.
  3. Selbstverständlich wird die Lage keineswegs besser wenn jetzt nicht gehandelt und der europäischen Politik wieder Profil verschafft wird. 
  4. Harte und einschneidende Maßnahmen werden für die Staaten der EU sicherlich die Konsequenz sein. 
  5. Weiteres Zögern und Zaudern, wie bisher leider bei allen europäischen Staatenlenkern/innen zu beobachten, wird unweigerlich zu einer schweren und vielleicht sogar die wirtschaftliche Existenz Gesamteuropas gefährdenden Lage führen. 
  6. Allerdings eine Patentlösung scheint noch nicht in Sicht. 
  7. Man kann deshalb nur hoffen, dass alle Staaten Europas die jetzige Lage als Grundlage nehmen um persönliche und nationale Interessen etwas mehr zurückzustellen. Ansonsten werden wir bald wieder mit der guten, alten DM bezahlen!

Kommentare