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Wie man mit Aktien reich werden kann

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
„Die beste Aktie“ gibt es nicht, schließlich schwanken die Kurse und nicht für jeden Anleger kann mit Aktien reich werden.

„Die beste Aktie“ gibt es nicht, schließlich schwanken die Kurse und nicht jeder Anleger kann dementsprechend mit Aktien reich werden. Die Feststellung, wonach nicht der einzelne Spitzenwert, sondern der geschickte Aktienmix über den Erfolg des Aktiendepots entscheidet, gehört zu den Grundregeln. Wenn man diese beachtet, kann man mit Aktien reich werden.

Das Maß entscheidet
Spezialisten empfehlen die Anzahl von 8 bis 12 verschiedener Aktien im individuellen Depot. Sollte dann eines der Papiere massiv billiger werden, hat dies weniger verheerende Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung der deponierten Werte.
Wer mehr als 12 verschiedene Aktien deponiert, kann schnell den nötigen Überblick verlieren, der beständige Blick auf alle Kursverläufe soll immer möglich sein. Wer sich 8 bis 12 Aktien im Depot nicht leisten kann, greift auf Aktien- oder Indexfonds zurück. Sie bieten eine gute Streuung mit weniger Kapitaleinsatz.

Der Mix macht’s
Neben der Menge ist die Vielfalt der Aktien entscheidend. Dabei sollte das Kapital relativ gleichmäßig auf verschiedene Titel verschiedener Branchen verteilt werden. Wer allein auf nationale Werte baut, handelt sehr naiv. 

Der Masterplan
Neben Aktien gehören auch festverzinsliche Wertpapiere in das Depot. Neben den Immobilienanlagen und den Rentenwerten sollen Barreserven für Nachkäufe oder Notlagen vorhanden sein.
Eine Faustformel zum prozentualen Anteil der Aktien: Aktienanteil = 100 – Lebensalter. 

Das reduziere Risiko
Sicherheit geben offene Immobilienfonds, die in Büroimmobilien auf der ganzen Welt investieren, weil sie sich losgelöst von Anleihen und Aktien entwickeln. Berechnungen ergaben die Absenkung des Gesamtrisikos bis zu einem Drittel.
Besitzer selbst genutzter oder vermieteter Immobilien sollten vorsichtig sein, um eine individuelle Immobilienblase zu vermeiden. Deshalb sollten sie diesbezügliche Chancen immer im Ausland suchen.
Festverzinsliche Wertpapiere bringen kontinuierliche Zinseinnahmen. Deutsche Bundesanleihen bieten ein gegen Null gehendes Ausfallrisiko. Bei Anleihen verschiedener Schwellenländer oder Unternehmen kann man nicht mit Aktien reich werden.
Auch breit streuende Rentenfonds sind empfehlenswert.

Stopp-Loss
Man verliebt sich in so manches, Aktien gehören nicht dazu. Rutscht ein Aktienkurs ins Negative, muss Schluss gemacht werden.
Dienlich sind Stopp-Loss-Orders, wo jeder angekauften Aktie eine Verlustgrenze gesetzt wird. Unter diesem Limit wird das Papier verkauft. Sicher geht, wer eine Verlustgrenze von 10 bis 15 Prozent setzt.

Renditen einkassieren
Am Horizont steht schon die nächste Börsenkrise. Deshalb müssen Gewinne von Zeit zu Zeit einkassiert werden. Wer automatische Verkaufslimits von 10 bis 15 Prozent nach oben hin festlegt, realisiert die aufgelaufenen Gewinne und sichert sich zugleich gegen mögliche Kursrückschläge ab.

Clever einkaufen
Nicht die absolute Höhe des Preises, sondern das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) soll das Kaufverhalten steuern. Darüber lassen sich die Aktien gleicher Branchen mit unterschiedlichen absoluten Kursen vergleichen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis generiert ein niedriges KGV. 
Weil es auch negative Einflussfaktoren auf das KGV gibt, benutzt man diverse Analysetools, die helfen, das KGV im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum zu gewichten. 

Der Ertrag
Aktionäre wollen Gewinne sehen. Gesunde Unternehmen steigern ihre Dividenden und stellen so die Wertschätzung ihrer Anleger dar. Dem Vergleich der absoluten Dividenden dient die Dividendenrendite: Dividende x 100 : Börsenkurs.
Hohe Berechnungswerte stehen für hohe Verzinsungen.
Fonds und Zertifikate, die auf die Dividendenstrategie bauen, sind eine gute Wahl.

 

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