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Wie stellt man einen Scheck aus?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Ein Scheck ist ein Wertpapier, das eine Zahlungsanweisung an Dritte enthält.

Möglichkeiten, ohne Bargeld zu bezahlen, gibt es viele. Eine davon ist zum Beispiel die Bezahlung mit einem Scheck. Ein Scheck ist ein Wertpapier, das eine Zahlungsanweisung an Dritte enthält. Mit der Abgabe bei einer Bank, wird diese dazu verpflichtet, gegen den Scheck eine entsprechend im Scheck eingetragene Summe auszuzahlen. Der Scheck dient nicht dem Kreditverkehr, sondern nur dem Zahlungsverkehr. Um einen Scheck ausfüllen zu können, um damit eventuell Verbindlichkeiten zu begleichen, benötigt man ein entsprechendes Guthaben bei einer Bank. Die Bank stellt dem Kunden dann ein Scheckheft (mehrere Schecks) zur Verfügung.

  • Aber Vorsicht, den Scheck erst bei der Übergabe an die bestimmte Person, die das entsprechende Geld erhalten soll, unterschreiben. Sind die Schecks vorher unterschrieben und es steht keine Summe drauf, ist es ein Blanko-Scheck. 
  • Verliert man diesen Blanko-Scheck, kann der Finder eine beliebige Summe eintragen und damit einen großen Schaden anrichten, für den der Scheckinhaber natürlich haften muss.

  1. Es gibt verschieden Arten von Schecks. Den Barscheck: Der ausgewiesene Betrag wird in bar an den Inhaber des Schecks (den Empfänger) bei der im Scheck genannten Bank ausgezahlt. Beim Verrechnungsscheck wird die darin benannte Summe auf das Girokonto des Berechtigten eingezahlt. 
  2. Ein Verrechnungsscheck wird zum Beispiel von Klassenlotterien verwendet. Mit einem Euroscheck ist die Einlösung bis zu einer bestimmten Summe möglich. 
  3. Bei der Einlösung muss gesondert die EC-Karte vorgelegt werden. Auf der Rückseite des Schecks wird die EC-Kartennummer notiert. 
  4. Reiseschecks sind keine eigentlichen Schecks, werden jedoch als internationales Zahlungsmittel akzeptiert. Reiseschecks können gegen eine Gebühr bei Sparkassen und Banken gekauft werden. Beim Bezahlen mit einem Reisescheck ist die Unterschrift des Kunden erforderlich. 
  5. Bei Verlust werden die Reiseschecks ersetzt. Hat man von seiner Bank einen Scheck oder ein Scheckheft erhalten (einen Barscheck), trägt man links die Summe, die der Empfänger erhalten soll, in Buchstaben, also als Wort, ein. Gleich rechts kommt die Summe als Betrag in Euro. 
  6. Dann folgt die Eintragung des Empfängers, gleich unter dem Betrag. Ist das geschehen, folgen nun noch die Eintragung des Ausstellungsortes und des Datums. 
  7. Mit der Unterschrift ist der Scheck nun rechtsgültig und kann als Zahlungsmittel übergeben werden. 
  8. Ein im Innland ausgestellter Scheck muss innerhalb von acht Tagen eingelöst werden, sonst verliert er seine Gültigkeit. 
  9. Im europäischen Ausland ausgestellte Schecks müssen innerhalb von 20 Tagen und im außereuropäischen Ausland ausgestellte Schecks innerhalb von 70 Tagen eingelöst werden. 
  10. Gutscheine mit Zahlungsfunktion werden auch als Scheck bezeichnet (zum Beispiel Restaurantschecks). Diese Gutscheine sind keine Schecks im Sinne des Scheckgesetzes.

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