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Wo Familienbeihilfe beantragen? - Einige Informationen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:12
Es gibt für fast jede Krisensituation eine Familienhilfe in Deutschland.

Viele Familien kennen das Gefühl am Rande zu stehen. Am Rande der Gesellschaft, am Rande des Nervenzusammenbruches oder am Rande des finanziellen Ruins. Aber es gibt auch gute Nachrichten, es gibt für fast jede Krisensituation eine Familienhilfe in Deutschland.

Um herauszufinden, wo Familienbeihilfe zu beantragen ist, muss man wissen, dass das Hilfssystem für Familien grob in drei große Zuständigkeitsbereiche unterteilt werden kann:

  • Finanzielle Hilfen wie Kinderzuschlag, Wohngeld und Bildungspaket.
  • Pädagogische Hilfen wie Familienhelfer/rinnen, Tagesgruppen oder außerfamiliäre Unterbringungsmöglichkeiten.
  • Gesundheitsförderung durch Mutter-Kind Kuren, Entspannungskurse oder Sportangebote.
  • Ein ganzes System von Familienhilfen

    • Nachdem der eigene Bedarf an Familienbeihilfe analysiert und dem entsprechenden Zuständigkeitsbereich zugeordnet werden konnte, kann die Frage geklärt werden, wo Familienbeihilfe zu beantragen ist. 
    • Benötigt eine Familie beispielsweise finanzielle Unterstützung, sind in der Regel die öffentlichen Kassen zuständig. Egal ob Arbeitslosengeld II (auch als Ergänzungsleistung), Wohngeld oder Kinderzuschlag. 
    • Pädagogische Hilfen wie beispielsweise ein/e Familienhelfer/rin sind beim zuständigen Jugendamt zu beantragen. Festzuhalten bleibt, wo eine Familienbeihilfe zu beantragen ist, ist ein Behördenkontakt unvermeidlich. 
    • Lediglich die Gesundheitsförderung wie eine Mutter-Kind-Kur wird durch die Krankenkasse bezahlt.


    Finanzielle Hilfen für Familien:

    • Arbeitslosengeld II ist bei der örtlichen ARGE (Arbeitsgemeinschaft) zu beantragen.
    • Kinderzuschlag ist bei der zuständigen Familienkasse (Abteilung des Arbeitsamtes) zu beantragen.
    • Wohngeld ist bei der Wohngeldkasse (Abteilung des örtlichen Sozialamtes) zu beantragen.


    Pädagogische Hilfen für Familien:
    Beim örtlichen Jugendamt können pädagogische Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch VIII - Kinder- und Jugendhilfe, beantrag werden. Das Jugendamt erbringt niemals rein finanzielle Leistungen, sondern vermittelt und bezahlt:

    • Ambulante Hilfen zu Erziehung wie beispielsweise Familienhelfer/rinnen.
    • Teilstationäre Hilfen zur Erziehung wie beispielsweise Tagesgruppen oder
    • stationäre Hilfen zur Erziehung wie die Unterbringung in Wohngruppen.


    Gesundheitsförderung für Familien:

    • Die eigene Krankenversicherung hält ebenfalls einige Familienangebote vor.
    • Auf Antrag können Mutter/Vater-Kind-Kuren, Entspannungskurse oder Bewegungsangebote sowie Kochkurse zur gesunden Ernährung in Anspruch genommen werden.


    In allen drei Zuständigkeitsbereichen gilt nur mit viel Geduld, teilweise langwierigen Antragsverfahren und einem umfassenden schriftlichen Antrag und häufig auch persönlichen Gespräch, kann die gewünschte Familienhilfe gewährt werden.

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