Foto: Shutterstock.com

Wo liegt die Armutsgrenze? - Eine Erklärung

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Die Armutsgrenze unterscheidet sich in vielen Ländern, vom Einkommen der Bevölkerung.

Die Armutsgrenze unterscheidet sich in vielen Ländern, vom Einkommen der Bevölkerung, Steuern, aber auch Sozialleistungen und viele andere Kostenfaktoren (Miete, Grundstückpreise, etc.).

  • Alles in einem alles nicht zu einfach mit der Armutsgrenze, denn die unterscheidet sich von Land zu Land, eben von Umständen zu Umständen. 
  • Auch die Anzahl der Personen im Haushalt entscheiden, wann man arm wird (und nicht nur alleine die Frau).

Armutsgrenze - Ein Frage der Definition

  • Wichtig zur Berrechnung der Armutsgrenze ist, dass man das Netto-Äquivalenzeinkommen betrachtet. Das Netto-Äquivalenzeinkommen berechnet sich aus allen Einkünften, also selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit, welche im Monat entrichtet wird. 
  • Das wird dann so gesehen durch zwei geteilt und daraus errechnet man dann einen Wert, der als Richtlinie für die Armut gilt. Das ist dann die sogenannte relative Armut. Bei der Armutsgrenze hingegen gibt es Abstufungen. 
  • Wer 70 Prozent vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens hat, (Median ist der Wert, welcher in der Mitte liegt, wenn du alle Einkommen vom kleinsten zum größten sortierst) der ist gefährdet, wenn einmal Notstand in Deutschland ausbricht. 
  • Wer dann 60 Prozent vom Kuchen hat, gilt als armutsgefährdet und ab 40 Prozent gilt man dann eben als arm. 
  • Ein Beispiel: Im Jahr 2009 lag man schon in der Armutsgefährdungsgrenze (also 60 Prozent des Einkommens), wenn man 940€ verdient hat. 
  • Übrigens, wenn man weniger als 150$ pro Jahr verdient, liegt man bei der absoluten Armut. Das sind jedenfalls die Richtlinien von EU-Statistikern. Die OECD und WHO definieren die Armut schon bei 50 Prozent!
  • Ansonsten schaut man auch, wie das Verhältnis des Einkommens zu den Lebensunterhaltungskosten steht. Da kann man eben schauen, ob sich eine Person eben die Grundbedürfnisse erfüllen kann oder nicht. Also dazu gehören eben, Kleidung, Nahrung, ja auch Kinoeintritte oder eben Theatereintritte. 
  • Aber das ganze Szenario ist jetzt nur auf eine Einzelperson bezogen. Wenn man nun eine Familie hat, sagen wir Mann, Frau, zwei Kinder, dann kann man ganz leicht unter die Armutsgrenze fallen. 
  • Nun ja, die Kinder arbeiten ja nicht, also jedenfalls nicht bis zu einem gewissen Alter und dabei steigen von Jahr zu Jahr die Kosten, ein Kind mit zu versorgen! Da liegt die Armutsgrenze bei unserem Beispiel bei 16.785€ netto.

Kommentare