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Zehn Jahre Euro - Mit welchen Problemen hat die EU zu kämpfen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:04
Die Probleme der EU im Überblick.

Zum Einstieg ein paar Daten und Fakten zum Euro: Gegen Anfang des Jahres 2002 kamen die ersten Euromünzen und Banknoten in den Umlauf. Nach und nach wollten immer mehr EU-Staaten die geschätzte Währung einführen. Von 2007 bis 2011 wuchs die Währungsunion schließlich von 12 auf insgesamt 17 Mitgliedsländer – in der sogenannten Eurozone wird seitdem mit dem Euro bezahlt, emittiert wird er von der Europäischen Zentralbank, welche ihren Sitz in Frankfurt am Main hat.

  • Von Beginn an war der Euro aber nicht nur die positiv angenommene Gemeinschaftswährung, sondern galt als eher umstritten.
  • Für Mitgliedsstaaten der Eurozone waren es eher die Nachteile, die die wenigen Vorteile übertrumpften und schließlich die mangelnde Budgetdisziplin, welche die Eurozone in eine Krise führte.

  1. Rasch nach der Einführung der neuen Währung bekam sie auch schon den negativ angehauchten Kosenamen „Teuro“ – Gastronomiebetriebe, Dienstleister und vor allem Handelsketten konnten die Euro-Umstellung für deutliche Preiserhöhungen nutzen.
  2. Der Euro macht es den Exportbetrieben nicht leicht! 2008 erreicht der Euro einen Höchstwert von 1,5990 Dollar. Für USA-Reisende war dieser Anstieg ein großer Vorteil, Exportbetrieben machte es schwer zu schaffen – ihre Produkte wurden durch dementsprechend teurer.
  3. Staatsbürger ärmerer EU-Länder erhoffen sich durch den Euro mehr Wohlstand, fürchten aber Preisanstiege und hohe Steuern. Kleine Unternehmen, Einzelhändler und Landwirte leiden unter dem Druck großer Konzerne und fürchten um ihre Existenz.
  4. Obwohl der Euro als „harte“ Währung gilt, folgte aufgrund mangelnder Budgetdisziplin eine Schuldenkrise. Milliardenschwere Rettungsschirme ermöglichen die Finanzierung der Defizite sowie die Refinanzierung der Schulden von hoch verschuldeten Mitgliedsstaaten.
  5. Viele Politiker sehen die Europäische Zentralbank als den „Fels in der Brandung“. Mit Hilfe der Gelddruckmaschine soll sie den von der Krise betroffenen Ländern aus der Patsche helfen. Die EZB allerdings sieht sich zuständig für die Sicherung der Preisstabilität und nicht die monetäre Staatsfinanzierung.

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