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How to: Das perfekte Motivationsschreiben für die Lehre mit Matura

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Sehr oft gefordert wird das Motivationsschreiben.

Immer öfter wird es von den Chefs verlangt: Das Motivationsschreiben - gefürchtet von den Bewerbern, beliebt bei den Unternehmen. Das ein perfektes Motivationsschreiben gelingt, hängt zwar vor allem von der eigenen Motivation ab, ein solches zu schreiben. Jedoch nützt die größte Motivation nichts, wenn kein System hinter der Erstellung steckt.

Vorüberlegungen

Als erstes sollte man sich ein paar Fragen stellen und diese strukturiert, am besten stichwortartig, aufschreiben. Dazu gehören: Für welche Lehre bewerbe ich mich hier eigentlich genau? Warum möchte ich diese Lehre anfangen? Welche Voraussetzungen des Anforderungsprofils kann ich erfüllen? Was qualifiziert gerade mich für die Lehre? Habe ich schon Erfahrungen in diesem Beruf, z.B. durch Praktika, Weiterbildungen oder persönliche Interessen? Was zeichnet meine Persönlichkeit aus? Was möchte ich erreichen und was erwarte ich von der Lehre?

 

Der rote Faden

Wenn die Vorüberlegungen getroffen sind, muss als nächstes die richtige Überschrift gefunden werden, z.B. "Über mich", "Warum ich mich bewerbe" oder "Was Sie über mich wissen sollten". Anhand dieser Überschrift kann ein roter Faden durch das gesamte Motivationsschreiben gesponnen werden. Der übliche Aufbau ist Einleitung - Hauptteil - Schlussteil bzw. Zusammenfassung. Das Zauberwort heißt: Struktur, immer eins nach dem anderen.

In der Einleitung stellt sich der Bewerber kurz vor und schreibt in ein paar kurzen Sätzen, wofür er sich bewirbt und warum, also die Hauptmotivation. Im Hauptteil wird auf die Motivation eingegangen und alle Fragen aus den Vorüberlegungen werden sinnvoll beantwortet. Der Schlussteil stellt ein Fazit dar oder eine kurze Zusammenfassung, die auf die Einleitung Bezug nimmt und noch einmal betont, warum man perfekt geeignet ist für diese Lehrstelle. Beachten Sie, dass das Motivationsschreiben niemal länger als eine Seite sein sollte. Kurz, überzeugend und komprimiert sollten die Informationen sein, denn keiner liest seitenlange Motivationsschreiben - durch so einen Fehler könnte man schon im Voraus ausgefiltert werden.

 

Das Unternehmen

Über eine Firma, bei der man sich bewirbt, sollte man das ein oder andere Detail wissen. Dann kann man auch gut begründen, warum man sich gerade dort oder gerade für diese Lehrstelle bewirbt. "Ich bewerbe mich, weil ich die Stellenausschreibung im Internet gefunden habe und gerade einen Job suche" klingt lange nicht so gut wie "Ihre Firma beschäftigt 2000 Mitarbeiter in 5 Ländern und ist einer der weltweit führenden Hersteller für Cornflakes. Das fasziniert mich und ich möchte zur Weiterentwicklung dieser Erfolgsgeschichte beitragen und zu ihrem Team gehören."

 

Faktische Überzeugunsarbeit...

Eine lose Aneinanderreihung der Vorüberlegungen zeichnet kein perfektes Motivationsschreiben aus. Die einzelnen Vorzüge, die beschrieben werden, sollten immer mit Beispielen belegt werden. Es reicht nicht zu sagen: "Ich bin teamfähig und kann gut organisieren." Stattdessen muss beschrieben werden: Warum bin ich teamfähig, welche Aufgaben habe ich schon gut im Team bewältigen können und was genau macht mich zum Organisationstalent? Persönliche Erfahrungen und Erfolgserlebnisse sind hier gerne gesehen. Man darf es jedoch nicht übertreiben und sollte die Beispiele gewissenhaft auswählen.

 

Ausblick

Wenn die wichtigsten Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfolge miteinander verknüpft sind, dann ist es Zeit für einen Ausblick. Hier ist es besonders wichtig zu schreiben, was man lernen möchte und wo man sich nach Abschluss der Lehre sieht.

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