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10 interessante Facts aus dem Arbeitsrecht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Das Arbeitsrecht in Deutschland beinhaltet einige interessante Rechte und Pflichten.

Das Arbeitsrecht in Deutschland beinhaltet einige interessante Rechte und Pflichten, die sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer gelten. Doch wann dürfen Arbeitnehmer lügen, wann sind Überstunden unzulässig und was tun bei häufigem zu spät kommen am Arbeitsplatz?

Bitte beachten

  • Arbeitsrecht gilt für beide Seiten
  • Unternehmen haben eine Fürsorgepflicht
  • Vertragsinhalte dürfen nicht einseitig geändert werden
  • Mitarbeiter haben eine Sorgfaltspflicht
  • Firmeneigentum darf nicht zweckentfremdet werden

10 Facts aus dem Arbeitsrecht

3>1. Lügen erlaubt

Bei einem Vorstellungsgespräch müssen Arbeitnehmer nicht zwingend die Wahrheit sagen, wenn die Frage unzulässig ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn nach einer Gewerkschaftszugehörigkeit oder einer geplanten Schwangerschaft gefragt wird.
 

2. Überstunden nicht erlaubt

Das Gleichstellungsgesetz sieht vor, dass alle Mitarbeiter gleichbehandelt werden. Fällt oft Mehrarbeit an, dann darf diese nicht allein von einem Mitarbeiter übernommen werden. Sie muss auf alle Schultern fair verteilt werden.
 

3. Arbeitszeit

Der Arbeitgeber darf nicht ohne Weiteres die Arbeitszeit verlängern oder auf andere Tage verschieben. Das geht nur nach Absprache mit dem Mitarbeiter und über eine Änderungsankündigung.
 

4. Urlaub in der Probezeit

Auch in der Probezeit haben Angestellte ein Recht auf bezahlten Urlaub - auch wenn die Probezeit nicht überstanden wird. Für jeden vollen Monat steht dem Arbeitnehmer 1/12 des Jahresurlaubs zu.
 

5. Zu spät kommen

Arbeitnehmer dürfen nicht zu spät zur Arbeit erscheinen. Das ist auch nicht bei absehbaren Streiks, Baustellen auf dem Arbeitsweg oder schlechter Anbindung mit dem Nahverkehr zulässig.
 

6. Alkoholkonsum

Erscheint ein Mitarbeiter betrunken auf der Arbeit oder trinkt während der Arbeitszeit, so riskiert er eine Kündigung. Zuvor sind die Unternehmen allerdings verpflichtet, den Betroffenen abzumahnen oder im Zuge ihrer Sorgfaltspflicht zu unterstützen.
 

7. Arbeitgeber muss Gebühren zahlen

Kann ein Arbeitnehmer einen gebuchten Urlaub nicht antreten, weil er arbeiten muss, so ist der Arbeitgeber für die Begleichung der Stornokosten verantwortlich. Zudem darf ein Urlaubswunsch nur in dringenden Fällen abgelehnt werden.
 

8. Was tun bei einer Abmahnung

Wird ein Mitarbeiter abgemahnt, so wird er auf ein Fehlverhalten hingewiesen. Eine Klage gegen die Abmahnung ist erlaubt, aber nicht ratsam. Erfolgsversprechender ist eine Klage bei einer ausgesprochenen Kündigung.
 

9. Überwachung am Arbeitsplatz

Arbeitgeber dürfen laut Arbeitsrecht Räume und Computer grundsätzlich überwachen. Es ist allerdings nicht erlaubt, Toiletten, Umkleideräume und Sozialräume zu überwachen.
 

10. Schaden am Dienstwagen 

Das Arbeitsrecht sieht vor, dass ein Mitarbeiter einen Schaden am Dienstfahrzeug nur dann bezahlen muss, wenn der Unfall vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde.

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