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Vorstellungsgespräch: Warum man den alten Arbeitgeber verlassen hat

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Es passiert ständig: Man verlässt den alten Job, um sich einem neuem zuzuwenden

Es passiert ständig: Man verlässt den alten Job, um sich einem neuem zuzuwenden. Diese an sich einfache Lage wird jedoch unter Umständen im Bewerbungsgespräch für den neuen Job zu einer Art kritischem Punkt, denn es wird eventuell vermutet, dass es Unstimmigkeiten gab, die aus dem Zeugnis nicht unbedingt hervor gehen. Wenn man als Kandidat vermutet, dass Fragen aus einem gewissen Misstrauen heraus gestellt werden, sollte man sich also einige gute Argumente überlegen, aufgrund deren man den alten Arbeitgeber verlassen hat.

Hier einige Punkte, die zu beachten sind

  • den ehemaligen Chef nicht schlecht machen
  • nicht den Wechsel wie eine Flucht erscheinen lassen (wirkt bedürftig)
  • die Zukunft als Fokus erwähnen
  • Neugier und Offenheit als Motive nennen.

Der richtige Zugang

  • Zunächst einmal kann aber vom positiven Zugang zu der Frage ausgegangen werden, das heißt, der potenzielle neue Arbeitgeber möchte sich beim Vorstellungsgespräch auch ein Bild davon machen, warum dieser Mann oder die Frau nicht mehr länger für X arbeiten wollte. Selbst wenn es Unstimmigkeiten gegeben haben sollte, die zum Wechsel geführt haben, sollte man diese auf keinen Fall angeben. Antworten, die zeigen, dass man den alten Arbeitgeber sozusagen noch nicht "verdaut" hat, sollten unterbleiben, da sie schnell ins Emotionale abgleiten.
  • Gut ist hingegen, die Meriten der alten Firma heraus zu heben, zu betonen, dass man allerhand gelernt hat, sich aber in der neuen Position interessante Dinge erhofft. Also unbedingt in eine positive Rhetorik verfallen, die nichts und niemanden schlecht macht, sondern ein auf die Zukunft gerichtetes Denken offenbart.

Der Linie treu bleiben

Selbst wenn der alte Arbeitgeber bekannt ist, und einige doch recht insistierende Fragen kommen, sollte man der Linie treu bleiben, dass es sinnvoll und gewünscht ist, sich weiter zu entwickeln - in einer neuen Umgebung. Das wirft ein gutes Licht auf den Kandidaten, zeigt aber auch, dass er souverän ist und im Grunde mit Altem schon abgeschlossen hat. Wenn das Gefühl entsteht, dass der Wechsel aufgrund von Stress oder Querelen zustande kam, sollte man dies sofort entkräften. Wer sich als Querulant oder Streithahn darstellt, hat schnell sein Image weg. Man muss nicht alles schön reden, darf vorsichtig Kritik an der Firmenpolitik andeuten, aber auf die Dosis kommt es an!

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