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Lehre mit Matura: Verbindung von Theorie und Praxis

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wichtige Entscheidungen am Karrierebeginn.

Berufseinsteiger müssen am Anfang des Arbeitslebens oft viele und nicht immer leichte Entscheidungen fällen. Aber bereits die Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt die Schule verlassen und der Einstieg in die Arbeitswelt stattfinden soll, stellt viele potentielle Auszubildende oder Studenten, vor eine schwere Wahl.

Wer auf den schnellen Einstieg in die Berufswelt mit einer möglichst frühen Berufsausbildung setzt, wird meistens von dem Wunsch möglichst baldiger Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von den Eltern oder dem Drang der möglichst baldigen Abkehr von der "grauen Theorie" der Schule getrieben, um sich möglichst schnell der Praxis und vor allem der Realität zuzuwenden.

 

Allerdings gibt es auch begabte junge Menschen, die eher der Theorie zugetan sind und diese möglichst lange, unter Umständen auch in einem mehrjährigen Studium, vertiefen möchten. Die Kehrseite der Medaille sind hier ein vergleichsweise geringer Verdienst während des Studiums und der vorhergehenden Matura.

Auch die eigene Unabhängigkeit lässt so in vielen Fällen noch etwas länger auf sich warten, da viele auch finanziell von ihren Eltern unterstützt werden müssen.. Eine positive Seite ist hier aber zweifelsohne der vergleichsweise hohe Verdienst, der nach dem Studienabschluss erzielt werden kann.

Lehre mit Matura: Kombination von Theorie und Praxis

Für alle, die sich nicht so recht zwischen sofortiger Praxis und der Welt der Theorie entscheiden können, weil ihnen eigentlich beide Bereiche liegen, stellt eine Lehre mit Matura unter Umständen eine interessante Alternative zu den beiden, bereits vorgestellten, möglichen Wegen zum ersten eigenen Geld dar.

Hierbei wird neben der Lehre zeitgleich eine Berufsmatura abgelegt, so dass die Schulbildung während der Lehrzeit nicht pausiert. Dies bietet für den Lehrling den Vorteil, dass nach dem Abschluss sowohl die Vorraussetzungen für einen weiteren Berufsweg im erlernten Beruf, als auch für ein weiterführendes Studium gegeben sind.

Somit hält man sich durch eine Berufsausbildung mit Matura alle Karrierechancen offen, ohne sich in diesem gewöhnlicherweise jungen Alter, in die eine oder andere Richtung festlegen zu müssen.

 

Doppelbelastung nicht unterschätzen

Allerdings sollte man natürlich dazu bereit sein, die zusätzliche Beanspruchung durch eine Maturaausbildung und -prüfung während der Lehrzeit zu bewältigen und sich hinreichend gut selbst organisieren und motivieren können, um beides gleichzeitig in Angriff zu nehmen.

Für gut motivierte junge Menschen stellt die Lehre mit Matura aber zweifelsohne eine interessante Kombination aus Berufseinstieg und Weiterbildung dar.

Denn einerseits kann man so während der Maturaausbildung bereits echtes Geld verdienen, ohne sich zum anderen zu sehr auf die reine Praxis ohne theoretischen Hintergrund festzulegen. Gerade die Kombination von praktischen und theoretischen Fähigkeiten ist es, die die Lehre mit Matura für viele junge Menschen so interessant macht.

Vielfältige Optionen können die Doppelbelastung mildern

Dabei stehen viele Möglichkeiten bereit, um die gleichzeitige Bewältigung von Matura und Lehrausbildung zu erleichtern. Zum einen kann der ausbildende Betrieb die Lehrzeit verlängern, um die Belastung des Lehrlings abzumildern.

Zum anderen gibt es oft die Möglichkeit, die Lehrveranstaltungen mit der Zustimmung des Betriebs während der Arbeitszeit zu besuchen. Diese Optionen sollten allerdings bereits vor Beginn der Ausbildung mit der Lehrstelle geklärt werden. Auf diese Weise werden im Nachhinein unliebsame Überraschungen vermieden.

Außerdem werden oft staatliche Möglichkeiten zum Coaching und zur Beratung der Auszubildenden bereitsgestellt, die eine zusätzliche Hilfe darstellen. Wer also Praxis und Theorie miteinander kombinieren möchte, motiviert ist und einen schnellen Berufseinstieg sucht, für den stellt die Lehre mit Matura unter Umständen eine attraktive Möglichkeit der Berufsausbildung dar.

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