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Mit Fonds handeln? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Investmentfonds sind eine hervorragende Möglichkeit der langfristigen Geldanlage

Jeder, der sein Geld in Investmentfonds anlegen möchte, sollte sich vor Abschluss der Geldanlage einige Fragen stellen. Die Frage, wie lange das Geld angelegt werden soll, ist dabei entscheidend für die Frage, ob ein Investmentfonds überhaupt in Frage kommt. Da es sich bei dem Investmentfonds um ein von einer Fondsgesellschaft herausgegebenes Wertpapier handelt werden für den Ankauf und den Verkauf Spesen berechnet. Wer Geld also nur für ein paar Wochen anlegen möchte, der fährt mit einem hoch verzinsten Tagesgeld- oder Festgeldkonto wesentlich besser. Alle anderen können aber das professionelle Management eines Investmentfonds nutzen und auf die höheren , erwarteten Erträge im Vergleich zu einer Geldanlage mit Zinsvereinbarung setzen.

  • Jeder Fonds hat eine Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. dessen internationale Variante (ISIN). Damit kann der Anleger praktisch jeden zugelassenen Investmentfonds bei jeder Bank kaufen und ist nicht auf das Sortiment der jeweiligen hauseigenen Fondsgesellschaft eingeschränkt. Dies bedeutet, dass er sich zusätzlich zu seinem Gespräch beim Anlageberater informieren bzw. absichern sollte.
  • In verschiedenen Internetportalen können unabhängige Informationen zu der bisherigen Wertentwicklung bzw. Rendite gefunden werden: Die Rendite für die vergangenen Jahre wird dort im Vergleich zum Gesamtmarkt dargestellt und der Anleger kann sich dann über die Kontinuität der Ergebnisse im Klaren werden!
  • Anhand einer Chartdarstellung kann der Anleger die verschiedenen Fonds aufgrund der bisherigen Entwicklung vergleichen. Zusätzlich stehen unabhängige Expertenurteile beispielsweise in Form eines renommierten Ratings oder einer Sterne-Bewertung zur Verfügung.

Mit Fonds handeln

  • Eine gute, prognostizierte Rendite ist dennoch nicht alles bei der Suche nach der perfekt passenden Fondsanlage. Der Anleger sollte sich auch um die mit der Geldanlage verbundenen Kosten kümmern: Wie hoch ist der Ausgabeaufschlag und welche jährliche Verwaltungsgebühr wird für die Geldanlage erhoben?
  • Mit diesen beiden Zahlen oder auch der Gesamtkostenangabe (TER=Total Expense Ratio) bekommt der Anleger schon vor dem Investment einen Eindruck von den anfallenden Kosten.
  • Die Gesamtkostenrate ist ein hervorragendes Instrument dafür, die Kostengünstigkeit des Fondsmanagements zu bewerten.
  • In der Folge sind die Menschen auch dazu übergegangen, keine Dachfonds mehr zu erwerben. Stattdessen setzen sie das Depot wieder aus einzelnen Investmentfonds zusammen und sparen so die „zweite“ Ebene der Fondsgebühren in Form eines Dachfonds.
  • Im nächsten Schritt sollte sich der Geldanleger prüfen, ob er mit seiner Geldanlage in einen Investmentfonds eher die höhere Renditeerwartung und das höhere Risiko des Investments in Aktien eingehen will oder sich eher auf der Seite der Festverzinslichen bewegen möchte.
  • Möchte er in eine Mischung aus festverzinslichen Wertpapieren investieren, dann ist ein „Rentenfonds“ die bessere Alternative. Stehen stattdessen Unternehmen und ihre Wertentwicklung im Fokus des Interesses, dann bestehen viele gute Investmentmöglichkeiten in Aktienfonds. Wer sich im mittleren Risikobereich zwischen Aktien und Festverzinslichen bewegen will, der kann auch in einen Mischfonds aus Aktien und Festverzinslichen investieren.
  • Dann sucht er sich je nach Risikoneigung und gewünschter Anlagedauer einen Prozentsatz an Aktien aus und trifft erst dann die Entscheidung für einen bestimmten Fonds.

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